Juneteenth, der 19. Juni, ist ein US-amerikanischer Gedenktag. Vor allem die Schwarze Bevölkerung feiert an diesem Tag den erfolgreichen Widerstand gegen die Sklaverei. Bei einem der vielen Straßenfeste, die am Wochenende deswegen in North Carolina haben mehrere Schützen in die Menge geschossen. Drei Menschen sind verstorben, mindestens elf verletzt.

Rund 400 Menschen sind in Charlotte, im Bundesstaat North-Carolina, zu einer Juneteenth-Feier zusammengekommen. Der Gedenktag war eigentlich am Freitag, den 19. Juni. Das Straßenfest ging bis zum Montagmorgen, als ein Attentat es beendete. „Mehrere Schützen haben Dutzende Schüsse in die Menge gefeuert“, erklärte die Polizei Charlotte-Mecklenburg. Zwei Menschen sind wegen der Schussverletzungen schon am Tatort verstorben, eine weitere verletzte starb im Krankenhaus. Neben Schussverletzungen gab es auch einige Verletzungen durch Zusammenstöße mit Autos.

Vandalismus an „Black-Lives-Matter“-Kunstwerk

Anfang Juni hatten eine Handvoll Organisationen und 17 KünstlerInnen aus Charlotte eine Kreuzung mit dem Schriftzug „Black Lives Matter“ versehen. 4 Tage später war das Straßenbild durch meterlange schwarze Reifenspuren beschädigt worden. In einem facebook-Post erklärte ein Mann, das Kunstwerk absichtlich beschädigt zu haben, die Ermittlungen laufen noch.

Inzwischen haben die KünstlerInnen den Schriftzug repariert und mit einer schützenden Farbschicht versehen. Dakotah Aiyanna, die das L gestaltet hat, erklärt: „Das macht, dass ich noch mehr machen will. Es macht, dass ich mich noch stärker wehren will. Mehr Kunst, das ist klar, das ist mein Aktivismus. Das ist, wie ich damit umgehe, das ist mein Protest.“.


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