Die UNO-Migrationsorganisation (IOM) meldet, dass mindestens 140 Geflüchtete vor der senegalesischen Küste ertrunken sind. Sie hatten versucht in einem Boot die Kanaren zu erreichen, die zu Spanien und somit zur EU gehören.

Den Berichten zufolge fing das Boot wenige Stunden nachdem es aus dem senegalesischen Küstenort Mbour aufgebrochen war Feuer und ist gekentert. Lediglich 59 Menschen konnten gerettet werden. Es handelt sich um das tödlichste von der IOM in diesem Jahr verzeichnete Schiffsungück.

Allein zwischen dem 8. und 10. Oktober hatten über 1.000 Personen die kanarischen Inseln in knapp 500 Booten erreicht. Verschärfte Grenzkontrollen in Marokko haben dazu geführt, dass etwas weniger Menschen als im Vorjahr als Geflüchtete in Spanien einreisen. Die Zahl derjenigen, die sich nun gezwungen sieht, zu versuchen, die Kanaren zu erreichen, hat sich jedoch sprunghaft erhöht.

Die Kanaren liegen circa hundert Kilometer vor der westafrikanischen Küste. 11.000 Menschen haben diesen Weg in diesem Jahr bewältigt, was etwa viermal so viele sind wie im gleichen Zeitraum 2019. 414 Menschen sind beim Versuch im Atlantik ertrunken.

 


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