Die Unternehmen „BioNTech und Pfizer“ sind derzeit in aller Munde, da die Impfkampagne gegen das Corona-Virus mit deren Impfstoff am Sonntag gestartet ist. Rund eine Milliarde Euro kosten allein die 85,8 Millionen Impfdosen. Schon reichlich absurd: Der deutsche Staat hat die Entwicklungskosten des Impfstoffs zuvor mit mindestens 375 Millionen Euro subventioniert.

Seit Sonntag wird in Deutschland gegen das Corona-Virus geimpft. Vom Impfstoff der Unternehmen Biontech (Deutschland) und Pfizer (USA) sind 85,8 Millionen Dosen gesichert worden. Bei einem Preis von 12 € pro Dosis erhält das Unternehmen damit rund eine Milliarde Euro allein für die Impfdosen.

Besonders absurd: Der Impfstoff wurde im wesentlichen mit staatlichen Geldern entwickelt.

Im September gab die Bundesregierung bekannt, dass der Impfstoffentwickler BioNTech aus Mainz 375 Millionen Euro aus einem Sonderprogramm erhalte. Dies dürfte einen Großteil der Entwicklungskosten gedeckt haben, die das Wirtschaftsmagazin Capital im Mai auf rund 500 Millionen Euro schätzte.

Laut Angaben des Unternehmens Pfizer sollen Subventionen ausschließlich aus Deutschland gekommen sein. In den USA seien Gelder vor allem an Firmen wie Johnson&Johnson geflossen. Damit wird nun mit einem Impfstoff geimpft, dessen Entwicklung fast vollständig vom deutschen Steuerzahler finanziert wurde.

Handelsblatt-Autor Marcus Schreiber beschrieb Ende November diesen den Deal zwischen dem Staat und den vielversprechenden Impfstoffunternehmen so: „Wir, der Staat, bezahlen euch in jedem Fall alle Entwicklungskosten und entschädigen euch notfalls für alle ungenutzten Investitionen, falls ihr keine Zulassung für euren Impfstoff bekommt oder dieser zu spät kommt. Im Erfolgsfall dürft ihr angemessen, aber nicht exorbitant verdienen.“ Simpel ausgedrückt: Der Staat hat der Pharmaindustrie sämtliche unternehmerischen Risiken abgenommen und ihnen gleichzeitig den Profit gesichert.


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