Die Bundesregierung schlägt einen „harten Lockdown“ nach Weihnachten vor. Mehrere Bundesländer führen schon jetzt härtere Maßnahmen ein. Landesweite Ausgangssperren in Baden-Württemberg sind geplant.

Noch ist der sogenannte „harte Lockdown“, den die Bundesregierung nach Weihnachten durchsetzen will, nicht beschlossen, und somit sind auch keine genaueren Details bekannt. Einzelne Maßnahmen, die möglicherweise ab Weihnachten bundesweit angewendet werden sollen, lassen sich jedoch erahnen, wenn man sich ansieht, was momentan in einzelnen Bundesländern beschlossen wird.

In Baden-Württemberg ist beispielsweise ab Montag eine ganztägige Ausgangssperre geplant. Auch hat das Land angekündigt, im Notfall im Alleingang ab Weihnachten einen „harten Lockdown“ zu organisieren.

In Hessen gelten seit heute nächtliche Ausgangssperren in so genannten „Hotspot“-Gebieten, sowie ein ganztägiges Alkoholverbot in der Öffentlichkeit.

Auffällig ist, dass in beiden Bundesländern bei den Ausnahmen von der Ausgangssperre lediglich Arbeit, Einkaufen und die Versorgung von Angehörigen aufgeführt werden. Ausnahmegründe wie Spaziergänge oder Sport wie noch im ersten Lockdown finden sich nicht mehr in den Presseberichten.

In Sachsen gelten ab Montag ebenfalls ganztägige Ausgangssperren, die jedoch etwas liberaler formuliert sind. Hier sind immerhin Freizeitaktivitäten im Kreis eines Haushalts noch gestattet. Dafür werden in diesem Bundesland Schulen, Kitas und der Einzelhandel weitestgehend geschlossen.

Auch das Überschreiten der sächsischen Landesgrenze soll, wo es nicht durch Ausnahmeregelungen gedeckt ist, mit Bußgeldern sanktioniert werden.

 


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