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Samstag, Juli 13, 2024
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    Trotz staatlicher Milliardenhilfen: TUI verweigert Schlichtung mit Pilot:innen

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    Einen Staatskredit von 1,8 Milliarden Euro hat TUI von der Bundesregierung bekommen. Trotzdem hält das Unternehmen an seinem Plan fest, 8.000 Stellen abzubauen. Bei der zugehörigem Airline „TUIfly“ verschärft sich der Streit zwischen Pilot:innen und Konzern.

    In diesem Jahr gilt noch Kündigungsschutz und seit Dezember erhalten die Pilot:innen von TUI volle Bezüge. Doch im nächsten Jahr will der Reisekonzern 8.000 Arbeitsplätze vernichten.
    Dem Tochterunternehmen „TUIfly“ stehen hierbei besonders drastische Streichungen bevor: Künftig sollen nur noch 120 statt 150 Flugzeuge fliegen, 17 statt 39 in Deutschland. 1.000 Jobs sollen im Flugunternehmen eingespart werden, darunter die von 270 der 500 Pilot:innen.

    Die Gewerkschaft „Vereinigung Cockpit“ (VC) hatte versucht, die Stellenstreichungen mit einer Schlichtung zu verhindern. Der Mutterkonzern stellt sich jedoch quer. Stattdessen führt man ein „Einigungsstellenverfahren“ mit einem gerichtlich bestellten Mediator durch, um über den Sozialplan des Unternehmens zu diskutieren.

    Eine Rücknahme der geplanten betriebsbedingten Kündigungen steht dabei jedoch nicht im Raum. Marcel Gröls, der im VC-Vorstand für Tarifpolitik verantwortlich ist, wirft dem Reisekonzern eine „tief verwurzelte Verweigerungshaltung vor“.

    Er nahm ebenso die deutsche Politik in die Verantwortung. So hat die Bundesregierung dem Unternehmen einen Staatskredit von 1,8 Milliarden Euro gewährt. Auch wurde bei einer außerordentlichen Hauptversammlung des TUI-Konzerns am Dienstag über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Weg für einen Staatseinstieg freigemacht.

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