Nachdem die britische Pandemie im Januar ihren letzten Hochpunkt erreicht hat und einer dritter Lockdown verhängt worden war, kündigt die Regierung jetzt Lockerungen an. Diese seien dank des Rückgangs der Infektionen und besonders wegen des Impfprogramms möglich. Zum Juni sollen alle Beschränkungen aufgehoben werden.

Das Vereinigte Königreich wurde von allen Ländern Europas am heftigsten von der Pandemie getroffen. Nach Schätzungen starben bereits mehr als 120.000 Menschen mit oder an dem Virus. Umso mehr wird es einige überraschen, dass nun angekündigt wurde, dass das Land in vier Monaten alle Beschränkungen aufheben möchte.

Ab dem 8. März werden in England wieder die Schulen geöffnet und Bewohner:innen von Senioren- und Pflegeheimen können wieder Besuch empfangen. Auch sollen sich zwei Personen verschiedener Haushalte wieder draußen treffen dürfen.

Trotzdem sieht die Strategie – genauer betrachtet – nur langsame Öffnungen vor: „Wir können der Erkenntnis nicht entkommen, dass Öffnungen zu mehr Erkrankungen und auch zu mehr Toten führen“, sagte Premierminister Johnson.

Aktuell gehen die Neuinfektionen im Großbritannien zwar zurück, sind aber mit 124 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangen sieben Tagen auf einem hohen Niveau, das etwa doppelt so hoch liegt wie in Deutschland. Immerhin sind im Vereinigten Königreich schon 17 Millionen Menschen mit der ersten Corona-Impfdosis versorgt worden. Allerdings erst die zweite Impfung bietet den vollen Schutz.

Am 29. März sollen sich sechs Menschen aus zwei Haushalten treffen dürfen, und auch darf an der frischen Luft gemeinsam Sport getrieben werden. Am 12. April würden dann die Pubs und Cafés ihre Terrassen wieder öffnen und auch die Friseurbetriebe machen wir auf.

Weitere Lockerungen seien geknüpft an die Lage der Neuinfektionen im Land und den Fortschritt des Impfprogramms. Die Regierung geht davon aus, dass am 21. Juni alle Beschränkungen in England aufgehoben werden können.

Bisher galt in England ein sehr scharfer Lockdown. Das Haus durfte nur aus gesetzlich streng reglementierten Gründen verlassen werden, um etwa zur Arbeit zu gehen oder das Notwendigste einzukaufen.


Wir schreiben für Perspektive – ehrenamtlich und aus Überzeugung. Wir schalten keine Werbung und nehmen kein Geld von Staat oder Konzernen an. Hilf' uns dabei, unseren unabhängigen Journalismus zu erweitern: mit einer einmaligen Spende, einem regelmäßigen Beitrag bei Paypal, Steady oder am besten als Mitglied in unserem Förderverein.