Nach zwei Attentaten eines Mannes auf drei Massage-Studios in den USA sind acht Menschen erschossen worden. Vorwürfe werden laut, dass es sich bei den Angriffen um die Taten eines frauenfeindlichen Rassisten gehandelt haben könnte.

Der 21-jährige Täter soll am Dienstagnachmittag in Acworth, einem Vorort im Nordwesten von Atlanta, einen Massage-Salon überfallen haben. Dabei soll er vier Frauen mit einer asiatischen Familiengeschichte ermordet haben.

Nach dieser Tat fuhr er in den Großraum Atlanta und erschoss in zwei Massage-Studios in einer Art Rotlichtbezirk vier weitere Menschen. Darunter wieder zwei Frauen asiatischer Herkunft und zwei weiße Personen, eine Frau und einen Mann.

Zwischen den beiden Angriffen lagen nur 45 Minuten. In der Nacht auf Mittwoch – nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei über mehr als 240 Kilometer – konnte der Täter ohne Gegenwehr festgenommen werden.

Anti-asiatischer Rassismus ein Tatmotiv?

Da die Ermittlungen der Polizeibehörden noch ganz am Anfang stehen, kann eine rassistische wie frauenfeindliche Tat nicht ausgeschlossen werden. Nach Aussage des Täters selbst, die er während der Vernehmung machte, soll seine angebliche „Sexsucht“ für die Anschläge verantwortlich sein.

Durch die weltweite Corona-Pandemie stieg in den USA die Zahl von rassistisch motivierten, verbalen und tätlichen Angriffen gegen asiatisch wirkende Menschen stark an. Zwischen März 2020 und Februar 2021 zählt die Kampagne „Stop AAPI Hate“ mehr als 3.800 Angriffe – eine Zunahme um rund 2.000 Prozent.

Dieses anti-asiatische Klima soll vor allem durch die Aussagen des Ex-Präsidenten Donald Trump befeuert worden sein, da er Corona vermehrt als „China-Virus“ bezeichnet hatte.


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