Gleich mehrere Politiker der CDU und CSU sind dem Verdacht ausgesetzt, sich bei Geschäften mit Corona-Schutzmasken bereichert zu haben. Nun wurde ein Mann im Zuge der Ermittlungen festgenommen, dessen Namen die Ermittler nicht nennen – Nüßlein und Sauter sind es nicht.

Die Münchner Generalstaatsanwaltschaft beantragte einen ersten Haftbefehl für einen Beschuldigten im Zusammenhang mit der „Masken-Affäre“. Als Haftgründe stehen derzeit Flucht- oder Verdunkelungsgefahr im Raum. Gleichzeitig wurde begonnen, Vermögen des Festgenommenen einzufrieren.

Der Name des Festgenommenen ist nicht öffentlich, es soll sich aber weder um den ausgetretenen, vormaligen Bundestagsabgeordneten Nüßlein, noch um Bayerns Ex-Justizminister Alfred Sauter (CSU) handeln. Beide weisen die Vorwürfe, dass sie sich bei der Vergabe von Aufträgen für Schutzmasken bestechen ließen, zurück.

Es gibt bisher drei weitere Beschuldigte, die als „zwei Geschäftsleute und ein Steuerberater“ beschrieben werden.

Hausdurchsuchung bei Thüringer CDU-Abgeordnetem

Auch in Thüringen muss sich ein Unionspolitiker mit dem Verdacht der Bestechlichkeit auseinandersetzen. Dem CDU-Abgeordneten Mark Hauptmann wird vorgeworfen, bei Geschäften um Schutzmasken Geld kassiert zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Thüringen leitete die Ermittlungen ein. Bisher fanden Durchsuchungen der Wohnräume sowie des Bundestagsbüros des Beschuldigten statt. Außerdem wurden mehrere CDU-Kreisgeschäftsstellen der Region durchsucht.

Hauptmann ist außerdem in die „Aserbaidschan-Affäre“ verwickelt. Auch diese Vorwürfe weist er von sich.


Wir schreiben für Perspektive – ehrenamtlich und aus Überzeugung. Wir schalten keine Werbung und nehmen kein Geld von Staat oder Konzernen an. Hilf' uns dabei, unseren unabhängigen Journalismus zu erweitern: mit einer einmaligen Spende, einem regelmäßigen Beitrag bei Paypal, Steady oder am besten als Mitglied in unserem Förderverein.