Unter dem Titel „Defender Europe 21“ findet in diesen Tagen eine großangelegte Kriegsübung in Europa statt. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf dem Balkan. Die NATO sieht sich gut für den Kampf gegen Corona gerüstet.

Etwa 30.000 Soldat:innen der NATO werden in diesen Tagen durch Europa verlegt – samt Kriegsgerät. Sie nehmen an einer großangelegten Übung teil, bei der Landungen aus der Luft, Schießen und vor allem der Transport von Material durch Europa geplant werden sollen.

Die Tatsache, dass 30.000 Soldat:innen quer durch Europa transportiert werden, um zusammen Krieg gegen Russland zu üben, während normale Bürger:innen nicht mal ins Kino dürfen, zeigt, dass sich bitter getäuscht hat, wer von Joe Biden eine Entspannung im Kurs gegen Russland und China erhofft hatte.

Zwar sind etwa 4.000 Soldat:innen weniger als im letzten Jahr beteiligt, dafür erstrecken sich die Übungen über große Teile Europas und beziehen auch Afrika ein.

So werden von Anfang bis Mitte Mai Luftlandungen in Estland, Bulgarien und Rumänien trainiert. Mitte Mai bis Anfang Juni werden 5.000 Soldat:innen an 31 verschiedenen Standorten in zwölf Ländern Schießübungen durchführen. In Albanien will man die Anlandung von Material an Küsten proben.

In Afrika werden „großangelegte Schießübungen“ sowie Wasser-, Luft- und Vorposten-Trainings durchgeführt. Krönender Abschluss der ganzen Operation soll dann wohl im Juni eine Übung sein, bei der die Fähigkeit des Kommandostabs bei einer Operation über zwei Kontinente und 104 Länder hinweg erprobt werden soll.

Der Großteil der Transportwege führt in diesem Jahr nicht durch Deutschland, sondern über das Mittelmeer. An der kleineren Route, die durch Deutschland – unter anderem Sachsen und Brandenburg – führt, sind bereits Proteste angekündigt.


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