Laut einer bekannten Online-Plattform zur Wohnungssuche sind die Mieten von Bestandswohnungen zu Jahresbeginn 2021 deutlich gestiegen. Der Anstieg von 1,8 Prozent sei der höchste Wert seit fünf Jahren.

Vermieterinnen und Vermieter verlangten im Durchschnitt bei der Neuvermietung einer Wohnung im März dieses Jahres nach den Daten der viel genutzten Online-Plattform“ ImmoScout24″ 7,18 Euro kalt pro Quadratmeter. Im Segment der Neubauwohnungen liege der Quadratmeterpreis sogar bei 9,58 Euro kalt. Das sind Preisanstiege von jeweils drei beziehungsweise fünf Prozent.

Der Trend, dass das Wohnen in Ballungszentren und Großstädten immer teurer wird, setzt sich damit weiter fort.

Hunderttausende Wohnungen fehlen

Laut den Verbänden der Bau- und Wohnungsbranche fehlen in Deutschland pro Jahr 80.000 Sozialwohnungen. Insgesamt sei der Wohnungsmarkt so überlastet, dass bundesweit über 630.000 Wohnungen fehlen würden.

Der Bau von bezahlbarem Wohnraum sei durch mehrere Faktoren stark erschwert: Hohe Grundstückspreise und Auflagen, sowie hohe Baukosten würden die Kosten von neu angelegten Wohnungen in die Höhe treiben.

Günstiges Bauland, Steuererleichterungen, Förderungen bei der Energieersparnis oder eine höhere Personaldecke im Bauamt wären den Verbänden zufolge Maßnahmen, um den Neubau erleichtern zu können. Eine Entspannung sei aber in Zukunft nicht abzusehen, selbst nicht im Wahljahr 2021.


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