Migrant:innen sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie besonders stark von Arbeitslosigkeit betroffen. Das „Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung“ hat eine entsprechende Studie veröffentlicht.

Einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge haben es Migrant:innen in der Krise aus verschiedensten Gründen schwerer, wieder in Beschäftigungsverhältnisse zu finden.

Zwar habe sich grundsätzlich die deutsche Volkswirtschaft in der Krise hauptsächlich durch Methoden der Arbeitszeitverkürzung wie Kurzarbeit oder durch die Verlegung von Tätigkeiten ins Home-Office angepasst, bei Geflüchteten und im geringeren Maße bei anderen Migrant:innen komme diese „Lösung“ jedoch verhältnismäßig seltener zum Tragen.

Einer der Gründe hierfür dürfte sein, dass die meisten von Geflüchteten ausgeübten Berufe nicht im Home-Office weitergeführt werden können. Erschwerend kommt hinzu, dass Migrant:innen häufiger befristete Arbeitsverträge haben oder eine vergleichsweise kürzere Betriebszugehörigkeit aufweisen.

Negativ auf die Statistik habe sich auch ausgewirkt, dass pandemiebedingt Integrations- und Qualifizierungsmaßnahmen beim Jobcenter, außerdem Integrations- und Sprachkurse unterbrochen wurden.

Nach dem Ende der ersten Welle sei zwar wieder ein gewisse Erholung eingetreten, das Tempo mit dem im Vorjahr 2019 Geflüchtete in neue Beschäftigungsverhältnisse gekommen waren, konnte nicht wieder aufgenommen werden.

Mit je 25% waren auch Geflüchtete und andere Migrant:innen deutlich häufiger als Personen ohne Migrationshintergrund von Kurzarbeit in der Krise betroffen.

 


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