Im Jahr 2016 haben zu lange Arbeitszeiten zu insgesamt 745.000 Toden durch Schlaganfälle und Herzerkrankungen geführt. Das Risiko, durch Überarbeitung an einer Herzerkrankung zu versterben, stiegt seit 2000 um 47 %.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und Weltarbeitsorganisation ILO haben in einer gemeinsamen Studie das Gesundheits- und Sterberisiko durch zu hohe Arbeitsbelastung untersucht. Im Jahr 2016 starben 398.000 Menschen an Schlaganfällen und weitere 347.000 an Herzerkrankungen, die auf Überarbeitung zurückzuführen sind.

Besonders hoch betroffen sind Männer, auf die sich 72 % der verzeichneten Tode beziehen. In den am höchsten betroffenen Regionen, nämlich in asiatischen Staaten und Inselgruppen am Westpazifik und in Südostasien, machen Männer einen Großteil der Lohnerwerbstätigen aus. Entsprechende Studien, welche dabei die Sorge-Arbeit (also Care-Arbeit für Kinder oder Pflegebedürftige) berücksichtigen, gibt es noch nicht.

Überarbeitung ist damit für ein Drittel aller Tode verantwortlich, die auf eine Berufskrankheit zurückzuführen sind. Mehr als 55 Stunden pro Woche zu arbeiten, erhöhe das Risiko für Schlaganfälle um 35 % und das für tödlich verlaufende Herzerkrankungen um 17 % im Vergleich zu einer 35-40 Stundenwoche.

Parallel dazu zeigt die Entwicklung, dass zunehmend mehr Menschen Überarbeitung erleben. 9 % der Weltbevölkerung seien durch derart umfangreiche Wochenarbeitszeiten diesem erhöhten Risiko ausgesetzt.


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