Heute kommt es erneut zu großen Protesten am Tagebau Garzweiler in Nordrhein-Westfalen. Die Proteste richten sich unter anderem gegen den Abriss des Dorfes Lützenrath.

Die Proteste treffen dabei zeitlich mit dem Beginn der sogenannten Rodungssaison zusammen. Das heißt, dass RWE ab Anfang Oktober bis März Bäume fällen darf, um die Fläche des Tagebaus auszuweiten.

Die protestierende Initiative „Alle Dörfer bleiben“ weißt darauf hin, dass das Dorf Lützenrath an einer zentralen Stelle für die Ausweitung der Tagebau-Wirtschaft steht. Wenn das Dorf falle, sei für RWE der Weg frei, kilometerweit in die Landschaft hinein zu baggern.

Ein RWE-Sprecher sagte seinerseits, dass der Abriss des Dorfes schon längst beschlossene Sache sei und die allermeisten Einwohner des Dorfes ja schon längst in den Ort Immenrath-neu umgesiedelt worden.

„Die Klimagerechtigkeitsbewegung ist zurück!“

Die Protestierenden erwarten, dass RWE schon am 1. Oktober mit dem Fällen von Bäumen und Abreißen von Häusern in und um Lützenrath beginnen könnte. Daher wenden sie sich mit einer symbolischen Protestaktion dagegen: Mit gelben Stühlen und Decken wollen sie eine Sitzblockade bilden.


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