„Covestro“, ein weltweit führender Kunststoffhersteller, plant einen massiven Stellenabbau an mehreren Produktionsstandorten. Wie viele Stellen genau wegfallen werden, sei noch nicht klar – der Konzern schätzt 1.700 Stellen bis Ende 2023.

2018 schloss der Bayer-Konzern die Ausgliederung der Kunststoffsparte endgültig ab. Seitdem ist Covestro für die Kunststoffentwicklung und -Produktion führend. Die Ausgliederung, die bereits 2015 mit dem Börsengang von Covestro begann, war für die Aktionär:innen ein voller Erfolg, bedeutete aber für die Beschäftigten eine Umstrukturierung und teils herbe Einschnitte.

Nun folgt eine erneute Umstrukturierung. Bis 2025 ist die Belegschaft vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Dennoch möchte der Konzern bis 2023 geschätzte 1.700 Stellen abbauen. Das bedeutet, dass die Stellen beispielsweise über Abfindungen, vorzeitigen Ruhestand oder ausgelassene Neubesetzungen wegfallen sollen.

Alle vier Produktionsstandorte in Deutschland (Leverkusen, Dormagen, Krefeld und Brunsbüttel) werden von den Maßnahmen betroffen sein.

Der Stellenabbau ergäbe sich aus einer erneuten Umstrukturierung des Konzerns: Seit dem 1. Juli sind die ehemals drei Produktionszweige Polyurethanes (PUR), Polycarbonates (PCS) und Coatings, Adhesives, Specialties (CAS) in sieben Segmente aufgeteilt. Nun entsprechen die Segmente nicht länger chemischen Bestandteilen, sondern sind an spezialisierten Marktsegmenten ausgerichtet.


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