Wo man hinschaut wird es teurer – doch eine Preiserhöhung könnte zu besonders viel Wirbel führen: die Bierpreise sollen steigen. Die Großbrauereien Krombacher, Radeberger Gruppe und Veltins wollen ihre Preise teils stark erhöhen. In der Kneipe könnte das Bier deshalb um 30 bis 50 Cent teurer werden.

Die „Radeberger Gruppe“ vertreibt fast vierzig Biermarken, darunter „Clausthaler“, „Guiness“, „Jever“ und „Schöfferhofer“ und ist damit unangefochtene Marktführerin mit 10,41 Millionen Hektoliter Bier (2019). Nun hat Deutschlands größte Brauereigruppe angekündigt, die Bierpreise teils massiv anzuziehen.

„Aufgrund von erheblichen Kostensteigerungen in verschiedensten Bereichen, die sich in dieser Größenordnung nicht mehr durch weitere Einsparmaßnahmen kompensieren lassen, werden wir unsere Abgabepreise anpassen“, heißt es in einem Schreiben an die Großabnehmer. Bei den meisten Marken der Brauereigruppe sollen die Abgabepreise für Fassbier um 8,50 Euro pro Hektoliter, für Halbliterkästen um 0,63 bzw. 0,32 Euro steigen.

Die Fassbier-Preise sollen bereits ab dem 1. Februar 2022 erhöht werden – das könnte dann nach Einschätzung von Getränke News dazu führen, dass ein Glas Bier in der Gastronomie 30 bis 50 Cent teurer wird. Ab dem 1.5.2022 sollen dann auch die Kästenpreise steigen – um rund einen Euro.

Auch die Brauereigruppe „Veltins“ und deutschlands drittgrößte Brauereigruppe „Krombacher“ erklärten zeitgleich, die Preise erhöhen zu wollen. Bisher nicht mit dabei ist die weltgrößte Brauerei „Ab InBev“, die in Deutschland unter anderem „Becks“, „Diebels“ und „Franziskaner“ vertreibt. Becks fällt derzeit sogar auf ein Rekordtief.


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