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Freitag, Dezember 8, 2023
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    Lieferdienst “Gorillas”: Massenentlassung von kämpferischen Arbeiter:innen – Lärm-Demo angekündigt

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    Seit Juni haben Arbeiter:innen beim Lieferdienst „Gorillas“ mit Blockade- und Streik-Aktionen vor allem in Berlin auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam gemacht. Nun scheint das Start Up in einer konzentrierten Aktion kämpferischen Arbeiter:innen zu kündigen. Für morgen ist eine spontane Lärm-Demo angekündigt.

    Nach Angaben des “Gorillas Workers Collective” sind fast alle Arbeiter:innen der Standorte BKIEZ, GBRUNNEN und SBERG vom Lieferunternehmen “Gorillas” gefeuert worden. Das teilte die Arbeiter:innen-Organisation am Dienstag früh auf Twitter mit.

    Im Telegram-Channel der Gorillas Workers heißt es, die Arbeiter:innen würden ihre Entlassungen per Brief oder Anruf von privaten Nummern bekommen. Zudem würden sie aus WhatsApp-Gruppen der Lager entfernt, um eine Kommunikation unter den Fahrer:innen zu unterbinden. Bei einigen Entlassungen sei der Kündigungsgrund die Teilnahme an “illegalen Streiks”.

    „Wenn das Unternehmen die Arbeiter nicht bezahlt, keine Sicherheit bietet, illegale Arbeitspläne macht, haben die Arbeiter das Recht, die Arbeit einzustellen, bis das Fehlverhalten korrigiert wird!“, kommentiert das Gorillas Workers Collective.

    Für morgen um 13 Uhr wurde deshalb zu einer Demonstration vor dem Gorillas-Hauptquartier an der Schönhauser Allee 180 aufgerufen. Zur „Lärm-Demo“ sollen Pfeifen, Trommeln und Pfannen mitgebracht werden.

    https://twitter.com/GorillasWorkers/status/1445393631716810756

    Mit seiner Kündigungsaktion scheint das Unternehmen gegen widerständige Arbeiter:innen-Organisierung im Betrieb vorgehen zu wollen. In der Vergangenheit hatten diese immer wieder lautstark und einfallsreich gegen miserable Arbeitsbedingungen protestiert.

    Konkreter Auslöser der öffentlichkeitswirksamsten Proteste Anfang Juni war die Entlassung des Kollegen Santiago, dessen Wiedereinstellung die Beschäftigten forderten. Er war ohne irgendwelche Vorwarnungen wegen Zuspätkommens gefeuert worden. Daraufhin hatten die Beschäftigten mehrere Auslieferungsstandorte blockiert.

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