Wichtige Produkte wie Industrie-Metalle oder Papier sind im Preis stark gestiegen. Dadurch gerät die Produktion von Endprodukten wie Büchern ins Stocken.

Hohe Energiepreise und Schwierigkeiten in den Lieferketten sind einige der bedeutenden Faktoren für die enorm steigende Preisentwicklung.

Eine Tonne Zellulose, die im Jahr 2020 noch für 650 Euro zu kaufen war, kostet heute bereits über 1.000 Euro. Auch die Preise für Altpapier sind gestiegen.

Kupferbestände an der Rohstoffbörse in London werden massenhaft aufgekauft, was den Preis pro Tonne um 25 Prozent auf 11.000 Dollar ansteigen lässt. Auch die Preise von Zink, Magnesium und Zinn haben sich deutlich erhöht. Magnesium beispielsweise kostet seit September diesen Jahres doppelt so viel wie zuvor.

Überall auf der Welt verringern sich die Bestände in den Rohstofflagern: Bei Aluminium sinken sie in London um 16 Prozent, bei Kupfer in Chicago um 45 Prozent und bei Zink in Shanghai sogar um 68 Prozent. Um diesem Trend der vorsätzlichen Leerkäufe entgegen wirken zu können, müssten die Preise pro Tonne weiter angezogen werden, so die Schweizer Universalbank „UBS„.

Holz als knappe Ware

Die Preissteigerungen bei den Rohstoffen lassen die Preise der Folgeprodukte naturgemäß ebenfalls anziehen, was zum Beispiel den Buchverlagen für das Weihnachtsgeschäft Sorgen bereitet.

Besonders betroffen sind Kunstbuch-Verlage, die auf besondere Papiere und Pappen angewiesen sind. Gleichsam sind Nachdrucke von bestehenden Büchern nur schwer zu bekommen. Die Lieferzeiten und die Kosten sind enorm gestiegen, was zu einer längeren Lieferzeit und zu erhöhten Buchpreisen führen könnte. Vermutet werden Erhöhungen besonders für das Jahr 2022.

Ein Grund für die Verteuerung von Industrie-Metallen sind v.a. die steigenden Energiepreise. Fabriken in China zur Weiterverarbeitung von Magnesium haben ihre Produktion gedrosselt, um Strom zu sparen. Aber auch in Europa fuhren holländische Aluminium-Produzenten und Schweizer Zinkhütten die Produktionen herunter, um die hohen Gaspreise der Metallherstellung kompensieren zu können. Die Preise bei industriellen Vorprodukten stiegen so hoch wie schon seit 1974 nicht mehr. Damals ließ die erste Ölkrise die weltweiten Märkte unsicher werden.