In Wuppertaler Polizeigewahrsam ist ein Mensch ums Leben gekommen. Dabei könnte es sich um den 24-jährigen Giorgos Zantiotis handeln. Der Vorfall soll sich schon am Dienstag ereignet haben. Die Polizei Wuppertal bestätigte gegenüber Perspektive Online einen „Todesfall in Polizeigewahrsam“, will aber ansonsten keinen Kommentar abgeben.

Auf Indymedia Athen ist am Samstag ein Video mit Bericht veröffentlicht worden, das eine Ingewahrsamnahme einer Person zeigt. Laut dem Bericht handelt es sich dabei um den 24-jährigen Giorgos Zantiotis.

Er sei aus einem Nachtclub gezogen und anschließend in Gewahrsam genommen worden. Was dann geschah, ist bisher unbekannt – bekannt ist nur, nur dass er eineinhalb Stunden später tot war. Es gäbe kein forensisches Gutachten und den Angehörigen würde nicht erlaubt, den Leichnam zu sehen.
Heute früh hat nun die Polizei NRW Wuppertal gegenüber Perspektive Online telefonisch bestätigt, „dass es einen Todesfall in Polizeigewahrsam gegeben“ hat. Derzeit liege der Fall bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal, dort könne man dann ab Montag früh „für mehr Informationen“ anrufen.
 
Sollte es nicht noch einen weiteren Todesfall in Gewahrsamnahme gegeben haben, dürfte es sich bei dem Toten also um Giorgos Zantiotis handeln.
 
Obwohl der tödliche Vorfall offenbar schon am Dienstag stattfand, sah sich die Polizei Wuppertal bisher nicht genötigt, einen Todesfall in ihrem Polizeigewahrsam öffentlich bekannt zu geben. Zudem will sie keinen inhaltlichen Kommentar abgeben. Möglicherweise dürfte dies erst der Fall sein, wenn Proteste online und auf der Straße den öffentlichen Druck erhöhen.

Wir schreiben für Perspektive – ehrenamtlich und aus Überzeugung. Wir schalten keine Werbung und nehmen kein Geld von Staat oder Konzernen an. Hilf' uns dabei, unseren unabhängigen Journalismus zu erweitern: mit einer einmaligen Spende, einem regelmäßigen Beitrag bei Paypal, Steady oder am besten als Mitglied in unserem Förderverein.