Für den Pharmakonzern BioNTech hagelt es weiter Profite: Nachdem im ersten Quartal 2021 1,13 Milliarden Euro Gewinn gemeldet wurden, liegt er im dritten Quartal jetzt bei circa 3,2 Milliarden Euro. Seit Januar hat das Unternehmen damit bisher 7,1 Milliarden Euro Profite gemacht.

Zu verdanken hat BioNTech diese Summen natürlich der Mitentwicklung und dem Vertrieb ihres Corona-Impfstoffes. Dabei floss das meiste Geld direkt vom deutschen Staat, also aus Steuergeldern – zu Beginn durch die Subventionierung der Impfstoffentwicklung und nach der Fertigstellung durch den Kauf von Impfdosen für über eine Milliarde Euro. Durch die kommenden Booster-Impfungen werden diese Summen voraussichtlich weiter steigen, trotz sinkender Zahlen an Erst- und Zweitimpfungen. BioNTech selbst rechnet im nächsten Jahr mit Umsatzprognosen von bis zu 17 Milliarden Euro.

Mit Steuergeld im Rücken: BioNTech macht 1,13 Milliarden Euro Gewinn

Die Stadt Mainz, in der BioNTech seinen Sitz hat, zeigt sich angesichts dieser Zahlen äußerst glücklich. Finanzdezernent Günter Beck (Grüne) rechnet statt des geplanten Minus von 36 Millionen Euro mit einem Überschuss von 1,09 Milliarden am Ende des Jahres. Ende 2022 könnte Mainz dann schuldenfrei werden. Oberbürgermeister Ebling (SPD) plant bei diesen Prognosen gleich noch weiter: In den kommenden zehn Jahren könne es Investitionen von bis zu einer Milliarde Euro geben, wovon die meisten in den neuen Goldesel Biotechnologie fließen sollen.

Als Dankeschön an den Pharmakonzern, der nun zusätzlich auch endlich die Sanierung des Kurfürstlichen Schlosses möglich macht, plant die Stadt Mainz ebenfalls eine Senkung der Gewerbesteuer. Die Entscheidung darüber soll noch diesen Monat in der Stadtverordnetenversammlung fallen.

BioNTech/Pfizer: Deutschland bezahlt eine Milliarde Euro für Impfdosen – die mit Steuergeldern entwickelt wurden


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