Die Lebenshaltungskosten werden teurer und die Armutsquote steigt. Aus diesem Grund gibt es weniger Geschenke an Weihnachten.

Für dieses Weihnachten hatten die Menschen in Deutschland geplant, durchschnittlich 325 Euro für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Das sind 2 Prozent weniger als 2020. Für gut die Hälfte der Verbraucher:innen waren die steigenden Lebenshaltungskosten der Grund für ein geringeres Weihnachtsbudget.

Jede:r siebte Deutsche hat für die Festtage sogar schon einmal sein Girokonto überzogen. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts „YouGov“ im Auftrag des Vergleichsportals „CHECK24“. Demnach haben 14 Prozent der Befragten bereits solch einen Dispokredit genutzt, um Geschenke, Veranstaltungen und Restaurantbesuche zu finanzieren, die Mehrheit (80 Prozent) allerdings noch nicht.

Wer bei diesen Ausgaben schon einmal auf einen Dispokredit gesetzt hat, hat meist einen oder deutlich mehr Monate gebraucht, um sein Konto wieder auszugleichen (78 Prozent).

Besonders die steigende Armut macht der Bevölkerung zu schaffen: Über 13 Millionen Menschen in Deutschland leben in Armut. Die Armutsquote hat damit einen neuen Höchststand von 16 Prozent erreicht. Darunter sind auch rund 2,8 Millionen Kinder, die in Deutschland in armen Verhältnissen leben. Im vergangenen Jahr gab es für schätzungsweise zwei Millionen Kinder kein einziges Geschenk zu Weihnachten. Das dürfte sich auch in diesem Jahr aufgrund der steigenden Armutszahlen nicht geändert haben.

Insgesamt sinkt aber die Bedeutung von Geschenken. Vor zehn Jahren dachten bei Weihnachten noch 66 Prozent an Geschenke. Inzwischen sind es 44 Prozent.


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