Ab heute müssen ältere Menschen in Griechenland, die nicht geimpft sind, monatliche Geldstrafen zahlen. Darüber hinaus gilt die Impfpflicht auch für medizinische Fachkräfte. Die Impfpflicht in Kombination mit einem Mangel an Impfterminen führt zu großer Frustration.

Griechenland geht einen Weg, dem noch viele weitere Länder der EU folgen wollen. Wer über 60 Jahre alt und nicht geimpft ist, muss im Januar eine Strafe von 50 Euro zahlen, die im Februar auf 100 Euro ansteigt.

Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das öffentliche Gesundheitssystem des Landes mit der Zunahme der Corona-Fälle zu kämpfen hat und die Regierung langsam die Geduld mit denjenigen verliert, die noch nicht gegen COVID-19 geimpft sind.

Der Mangel an verfügbaren Impfterminen hat jedoch bei einigen zu Frustration geführt. So berichtet ein älterer Mann auf Euronews: „Ich hatte für den 11. Januar einen Termin gebucht, um mich impfen zu lassen, aber die Behörden boten mir nur einen Termin für den 31. Januar an. Warum haben sie mir nicht früher einen Termin gegeben? Es ist nicht meine Schuld, aber jetzt sagen sie, dass ich eine Strafe zahlen soll. Warum?“.

Auch medizinische Fachkräfte, die nicht geimpft sind, wurden suspendiert und müssen mit ihrer Entlassung rechnen, wenn sie sich nicht impfen lassen. Am Sonntag meldete Griechenland 10.783 neue Infektionen pro Tag. Das entspricht einer 7-Tages-Inzidenz von rund 1.400, allerdings fällt die Inzidenz im Land aktuell rapide. Sie hatte ihren Höhepunkt am 7. Januar 2022 mit einer landesweiten Inzidenz von rund 2.450. Rund 67% der Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft, fast 22.000 Menschen sind seit Beginn des Ausbruchs an COVID-19 gestorben.

Frankreichs Parlament billigt Gesetz zum Impfpass

Auch Frankreich verschärft noch einmal die Regeln. Das französische Parlament hat am Sonntag gegen den Widerstand der Rechten und der Linken einen umstrittenen Gesetzentwurf zur Einführung des Impfpasses angenommen.

Er sieht vor, dass nicht geimpfte Personen vom Besuch von Restaurants, Kinos, Sportstadien und anderen Veranstaltungsorten ausgeschlossen werden. Kritiker:innen bezweifeln allerdings, dass der Impfpass etwas an der pandemischen Lage ändern könne. Es sind bereits 91% der Erwachsenen in Frankreich vollständig geimpft.