Arbeiter:innen, die nicht in Deutschland geboren wurden, verdienen im Schnitt 13% weniger als ihre Kolleg:innen.

Ob bei der Wohnungssuche oder bei Vorstellungsgesprächen: Menschen, die von Rassismus betroffen sind, haben es in diesem Land schwerer. Nun wurde in einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) auch eine Lohnungleichheit bestätigt, die nachweist, dass sich der ausgezahlte Lohn am Ende des Monats signifikant unterscheidet.

Auf 13% müssen migrantische Arbeiter:innen zwangsweise verzichten. Diese Ungleichheit hat sich zudem in den letzten dreißig Jahren nahezu verdoppelt. Migrantischen Arbeiterinnen und Arbeitern bleibt oftmals nichts anderes übrig, als Beschäftigungsverhältnisse einzugehen, die ohnehin niedriger bezahlt werden oder eine geringe gesellschaftliche Anerkennung genießen. Solche Berufe werden von migrantischen Arbeitssuchenden  auch oft deshalb ergriffen, weil ihnen von den Arbeitgeber:innen v.a. die gut bezahlten kommunikativen Kompetenzen weniger zugetraut werden, bzw. sie sich selbst kaum zutrauen, sich auf solche Jobs zu bewerben.

„Westfleisch“: Niedriglohn und Schwarzarbeit durch Subunternehmen

 

Ob als Berufskraftfahrer:innen, in der Gastronomie oder in der Fleischverarbeitung – hier herrschen oft Lohndumping, massiver Druck oder überzogene Arbeitszeiten vor. Auf diese prekär beschäftigte Arbeiter:innenschaft will und kann die deutsche Wirtschaft aber nicht verzichten, um das Wachstum nach der Corona- und Wirtschaftskrise aufrechtzuerhalten bzw. wieder in Gang zu setzen.


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