Vom Krieg in der Ukraine und der damit gerechtfertigten beispiellosen Aufrüstungswelle in der BRD und anderen europäischen Ländern profitieren Rüstungsschmieden wie Rheinmetall ganz massiv.

42 Milliarden Euro soll ein “Paket” an Rüstungsgütern kosten, das Rheinmetall dem deutschen Staat zum Kauf angeboten hat. Es soll unter anderem Panzer, Militärlastwagen und Munition enthalten. Vermutlich ist das aus unternehmerischer Sicht ein kluger Schachzug der Rüstungsschmiede Rheinmetall gewesen.

Schließlich versucht der deutsche Staat nun im Eiltempo nachzuholen, was er vermeintlich in den letzten Jahren versäumt hat. Da scheint es nur logisch, selbst die Initiative zu ergreifen und dem Staat aktiv ein Angebot zu machen.

Von den 100 Milliarden Euro des Bundeswehr-Sondervermögens seien bereits jetzt alleine 20 Milliarden für die Aufstockung der Munitionsbestände verplant, so der Rheinmetall-Chef Papperger. Sein Unternehmen will offenbar helfen, diese “Lücke” zu schließen.

Dafür hatte Rheinmetall nicht nur sehr schnell angekündigt, auf eine durchlaufende Produktion im 3-Schicht-Betrieb umzustellen, sondern will nun auch im großen Stile Personal einstellen. In England, Deutschland und Australien sollen bis Mitte nächsten Jahres 1.500 bis 3.000 Mitarbeiter:innen angeworben werden. Bisher arbeiten rund 24.000 Personen für den Konzern, der an fünf Standorten in Deutschland und außerdem in Großbritannien, Österreich, der Schweiz, Italien, Ungarn, Südafrika und Australien produziert.

Der Wirtschaftskrise zum Trotz: Rekordgewinne bei Rheinmetall

Insgesamt erwartet der Konzern ein Umsatzplus von 15 bis 20 Prozent und offenbar auch erheblich gesteigerte Gewinne. Das freut auch diejenigen, die an der Börse in die Produktion von Kriegsgütern investieren.

So soll die Dividende um beinahe 2/3 auf etwa 3,30 Euro steigen und auch der Aktienkurs befindet sich auf einem seltenen Höhenflug bei deutlich über 150 Euro.


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