Am Gründonnerstag brachen vor allem im Süden Schwedens starke Proteste gegen den faschistischen Politiker Rasmus Paludan und seine Partei aus. Zuvor hatte er angekündigt, auf Kundgebungen Ausgaben des Koran zu verbrennen.

Am Gründonnerstag waren mehrere dieser faschistischen Kundgebungen in verschiedenen Städten angemeldet. Unter anderem in Linköping und Norrköping. Diese Kundgebungen fanden aber nicht statt. Durch Aktionsformen wie Straßenblockaden und das Zurückdrängen der Polizei konnten die Menschen verhindern, dass die rechten Kundgebungen abgehalten werden. Die Polizei soll dabei mit Brandsätzen und Steinen beworfen worden sein.

Bisher wurden 44 Menschen festgenommen und viele weitere verletzt. In Norrköping wurden am Sonntag Warnschüsse abgegeben, wobei mindestens drei Demonstrant:innen durch Querschläger verletzt wurden. “Wenn wir oder andere mit lebensbedrohender Gewalt angegriffen werden, dann dürfen und werden wir reagieren. Dazu gehört, dass wir möglicherweise unsere Waffen benutzen müssen, um uns und andere zu beschützen.”, so Polizeichef Thornberg zur Verteidigung des Schusswaffeneinsatzes.

Der Politiker Rasmus Paludan ist kein unbeschriebenes Blatt: Bereits 2019, damals in Dänemark, verbrannte er bei einer Kundgebung einen Koran. Auch dort kam es danach zu massiven Protesten gegen den Faschisten. 2020 wollte Paludan dasselbe in Berlin-Neukölln demonstrieren. Bei seinem ersten Vorhaben, nach Deutschland zu kommen, bekam er noch im Flugzeug ein Einreiseverbot und musste zurück fliegen. Wenige Tage später versuchte er es erneut. Da er nun aufgrund des weiter bestehenden Einreiseverbots eine Straftat beging, wurde er von der Berliner Polizei festgenommen.

Seit 2019 fällt er so immer wieder mit rassistischen und faschistischen Aktionen auf. Im Herbst diesen Jahres möchte er in Schweden mit seiner Partei „Stram Kurs“ (Strammer Kurs) zu den Parlamentswahlen antreten.


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