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Donnerstag, Juli 25, 2024
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    116 Amazon-Lieferwagen in Magdeburg lahmgelegt

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    Vergangene Woche wurden bei dem Versandgiganten 116 Lieferfahrzeuge beschädigt. Der Konzern beschwichtigt und spricht von unwesentlichen Verzögerungen bei den Lieferungen. Nun ermittelt der Staatsschutz.

    In der vergangenen Woche zwischen Mittwoch den 25.05 und Freitag dem 27.05 kam es zur Beschädigung von 116 Lieferfahrzeugen in einem Magdeburger Gewerbegebiet. Dort wurde die Flotte des Versandhändlers Amazon von bisher Unbekannten angegriffen.

    Die Unbekannten drangen in das Gelände ein und zerstachen die Reifen der Lieferfahrzeuge. Bisher ist der Gesamtschaden noch nicht abzusehen, allerdings spricht der Versandhändler von nur geringen Auswirkungen auf die anstehenden Lieferungen. Trotzdem ermittelt nun der Staatsschutz.

    Laut Polizei kann ein politisches Motiv bei der Tat nicht ausgeschlossen werden. Falls sich dieser Angriff gegen Amazon richten sollte, könnten die Täter:innen jedoch enttäuscht werden. Ein Unternehmenssprecher von Amazon erklärte, dass diese Flotte größtenteils von kleineren und mittleren Unternehmen gemietet wird, um ihre Waren in dem Logistikzentrum und zu ihren Kund:innen zu bewegen.

    Diese Aktion erinnert an eine Form des Protestes, der in letzter Zeit häufiger durch die Medien ging. In vielen Städten Deutschlands machen sich Klimaaktivist:innen auf den Weg und lassen die Luft aus den Reifen von hochmotorisierten PKW raus. Dies geschieht allerdings in der Regel mit einem Bekennerschreiben. Ein solches hat man bisher für den kleinen Angriff auf die Lieferwagenflotte nicht gefunden.

    Amazon steht immer wieder wegen besonders schlechten Arbeitsbedingungen und aggressivem Vorgehen gegen Betriebsräte und Gewerkschafter:innen in der Kritik. Die von dem Weltkonzern angebotenen Leistungen, insbesondere schnelle Lieferungen und vermeintlich günstige Preise gehen zu Lasten der dort Beschäftigten, die unter anderem unter massivem Zeitdruck und dauerhafter Überwachung auf der Arbeit leiden.

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