Supermarkt, Tankstelle, Wohnung – alles wird teurer. Nun beschweren sich auch die Krankenkassen über ein „Milliardendefizit“ und wollen es auf uns Arbeiter:innen abwälzen.

Die Teuerungen sind derzeit für die meisten Menschen eine große Belastung. Gewinn machen dabei große Unternehmen, beispielsweise die Mineralölkonzerne, die den Tankrabatt nicht weitergeben und schon vorher die Preise künstlich hoch gehalten haben.

Spritpreis-Explosion: Großkonzerne profitieren vom Krieg und lassen uns bezahlen

Auch der Immobilienhai Vonovia hatte verlautbaren lasse, dass man Mieterhöhungen aufgrund der Inflation für „unausweichlich“ halte.

Nun melden sich die Krankenkassen zu Wort. Diese waren bisher davon ausgegangen, dass ihnen im nächsten Jahr 17 Milliarden Euro fehlen würden. Das Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) geht aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Lage nun von einem Defizit von 25 Milliarden Euro aus.

Damit die Krankenkassen weiter an unserer Gesundheit verdienen können, müssen diese Milliarden bezahlt werden – natürlich von den Beitragzahler:innen.

Besonders hart treffen wird das die Arbeiter:innen. Laut IfG-Chef Günther Neubauer seien Beitragserhöhungen von 455,16 Euro netto im Jahr für „Durchschnittsverdiener:innen“ realistisch. Er bezeichnet das als „Beitragstsunami“.

Für Millionen Arbeiter:innen würden mögliche Beitragserhöhungen einen weiteren Einschnitt in ihren Lebensstandard bedeuten, wie es ihn in den letzten Wochen und Monaten immer häufiger gegeben hat.

Kampf um Lohnerhöhungen statt Preisexplosion!


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