Laut dem Statistischen Bundesamt ist das Risiko, in Armut zu geraten, weiter gestiegen. Als armutsgefährdet gelten in Deutschland über 13 Millionen Menschen.

Vor allem Alleinerziehende und Singles seien einem viel höheren Armutsrisiko ausgesetzt als der Rest der Bevölkerung. 2021 bestand dieses Risiko für 13,1 Millionen Menschen in Deutschland, was einem Anteil von 15,8% unserer Bevölkerung entspricht.

Laut Definition der EU gilt ein Mensch als armutsgefährdet, wenn er über weniger als 60% des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. Hierzu zählen z.B. Singles mit einem Monatseinkommen von 1.250,75 Euro pro Monat oder eine Familie mit zwei Kindern und 2.626 Euro pro Monat.

Bei den Alleinerziehenden und Singles sei der Anteil besonders hoch. Bei über 25% dieser Personengruppen besteht das Risiko, in Armut abzurutschen. Kinder lassen die Gefahr der finanziellen Not zusätzlich steigen: Bei zwei Erwachsenen mit einem Kind liegt diese bei 9%. Bei zwei Kindern bei 11% und bei drei und mehr Kindern bei über 26%. Bei Kindern und Jugendlichen im Allgemeinen liegt das Risiko durchschnittlich bei 16%.

Menschen im Alter von über 65 Jahren unterliegen einem zusätzlichen Risiko, dem der Altersarmut. Die Frauen sind hiervon noch stärker betroffen. Die Gefahr liegt bei 21%, Männer liegen vier Prozentpunkte darunter.


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