Flugabwehrsysteme, Bergepanzer und Geräte zur Drohnen-Aabwehr – die BRD will weitere Waffen in die Ukraine liefern. Das hat Bundeskanzler Olaf Scholz angekündigt. 

Die geplante Lieferung hat insgesamt einen Wert von deutlich über 500 Millionen Euro. Laut einem Regierungssprecher soll sie drei Flugabwehrsysteme, zwölf Bergepanzer und 20 Raketenwerfer umfassen. Dazu kommen Präzisionsmunition und Drohnen-Abwehrgeräte. Das Geld ist aber noch nicht vom Haushaltsausschuss freigegeben.

Auf einem Online-Gipfel der Ukraine zum Thema Krim sagte Olaf Scholz dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nochmals Unterstützung durch Deutschland zu. Man stehe fest an der Seite der Ukraine und werde sich neben der finanziellen und militärischen Ausstattung auch nach dem Krieg am Wiederaufbau beteiligen. Auch Außenministerin Annalena Baerbock versprach weitere Lieferungen von modernen Waffen.

Die USA planen laut Berichten ebenfalls weitere Unterstützung im Umfang von drei Milliarden US-Dollar. Das wäre die bisher größte Summe, die ein Land dafür aufwendet.

Ziel sei es, die mittel- und langfristige Kriegsfähigkeit zu verbessern, also unter anderem auch weitere ukrainische Soldaten auszubilden. Bekanntgegeben werden soll dies am 24. August, dem ukrainischen Nationalfeiertag, an dem die Unabhängigkeit von der Sowjetunion gefeiert wird, und sechs Monate nach Russlands Einmarsch.

 


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