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Donnerstag, Juli 25, 2024
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    Die Kommunist:innen dürfen im heißen Herbst auf den Straßen nicht fehlen!

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    Soziale Unruhen kommen auf uns zu und sind teilweise schon da! Die revolutionären und kommunistischen Kräfte müssen agieren und ihre Position auf die Straße tragen! Keine Angst vor Montagsdemos! Ein Kommentar von Fridolin Tschernig.

    Im Mai erschien auf Perspektive ein Artikel von Clara Bunke. Dieser Artikel behandelte die Schwäche der revolutionären und kommunistischen Bewegung in Deutschland. Sie kritisierte die Theoriefeindlichkeit, die Orientierungslosigkeit und explizit den künstlichen Widerspruch zwischen lokaler und bundesweiter Arbeit. In den bevorstehenden Monaten wird es umso wichtiger, ihre Kritiken umzusetzen.

    Die revolutionäre Linke verschläft die Preisexplosionen, den Krieg und den G7-Gipfel?!

    Aber wieder sind es die bürgerlichen Medien, die der Analyse einiger linker Kräfte voraus sind: “der heiße Herbst” wird kommen, ist in einigen Bereichen und vor allem in anderen europäischen Ländern schon da!

    Unsere Aufgabe muss klar sein: Raus auf die Straße! Wir müssen wieder eine klassenkämpferische Arbeiter:innenbewegung in Deutschland aufbauen und das funktioniert nicht, wenn wir uns vor “Montagsdemos” oder den dort anwesenden Kräften verstecken!

    Neben uns als Revolutionär:innen und Kommunist:innen werden die Proteste von zwei historischen Konkurrent:innen bespielt werden : Den Sozialdemokrat:innen und den Faschist:innen.

    Ein kämpferischer Herbst gegen Inflation und Verarmung

    Um ihnen etwas entgegensetzen zu können, ja eigene Akzente setzen zu können, müssen wir Lehren aus vergangenen Fehlern im Umgang mit spontann Bewegungen ziehen.

    Unser differenziertes Verständnis von Inflation und Preissteigerungen, wobei wir eindeutig den Kapitalismus und nicht etwa zufällige Krisen oder Kriege als ihre Ursachen benennen müssen, ist dabei entscheidend, um uns von rechten und pseudo-linken Akteur:innen abzugrenzen.

    Unser Ziel ist der Sozialismus und das dürfen wir auch nicht verstecken. Diese Endlosung gilt es dabei geschickt mit Tageslosungen wie “Mieten runter, Löhne rauf” zu verknüpfen.

    Ja, wir wollen beitragen, zum Aufbau Arbeiter:innenbewegung, die in der Lage ist, ihre unmittelbaren Lebensinteressen zu verteidigen. Aber wir verschweigen auch nicht, dass diese dauerhaft im Kapitalismus nicht gesichert werden können.

    Möglichst bundesweit und koordiniert zu agieren, wird uns dabei helfen, zu einem wahrnehmbren Anziehungspunkt jenseits von Faschismus und Reformismus zu werden. Besser noch, wenn dies den kommunistischen Kräften die Möglichkeit verschafft, selbst zu einer anleitenden und organisierenden Kraft in den Protesten zu werden.

    Auch lokal wird es darum gehen, Bündnisse einzugehen, welche die Positionen nicht verwaschen und so an Stärke zu gewinnen.

    Klassenkampf muss auf der Straße geführt werden, Klassenkampf geht nur mit unserer Klasse. Es gilt, der rechten Demagogie entschlossen entgegenzutreten, aber dabei nicht in die strategische Falle zu laufen, gemeinsam mit den Reformist:innen und Regierungsparteien eine große Einheitsfront gegen rechte Kräfte zu bilden, in der wir faktisch als eigenständige Kraft unsichtbar werden. Es gilt, mit eigenen Inhalten und verlässlicher Praxis die klassenkämpferische Arbeiter:innenbewegung aufbauen!

    • Seit 2022 Autor bei Perspektive. Schreibt als Studierender aus Sachsen insbesondere internationalistisch über die Jugend, Antimilitarismus und das tagespolitische Geschehen. Vorliebe für Gesellschaftsspiele aller Art.

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