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Sonntag, Juli 21, 2024
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    In Kiew gibt es keine Karl-Marx-Straße mehr – dafür die der „Helden des Asow-Regiments“

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    In der ukrainischen Hauptstadt Kiew werden systematisch die Namen deutscher Kommunist:innen, sowjetischer Kämpfer:innen gegen den Faschismus und russischer Künstler:innen aus dem Stadtbild gestrichen. Dafür gibt es nun die Straße der „Helden des Asow-Regiments“. Dabei handelt es sich um eine faschistische Gruppierung innerhalb der ukrainischen Armee.

    Schon 2015 verbot die Ukraine als eines der wenigen Länder auf der Welt die Symbole der kommunistischen- und Arbeiterbewegung “Hammer und Sichel”  und erkannte die Nazi-Kollaborateure der UPA  (Ukrainische Aufstandsarmee) als „Unabhängigkeitskämpfer“ an.

    Diese Tradition wird nun unter Führung des von der deutschen CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung aufgebauten Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko fortgesetzt: in der gesamten Hauptstadt sollen 95 Straßen umbenannt werden. Darunter sind Persönlichkeiten wie die Vordenker des Kommunismus, Karl Marx und Friedrich Engels.

    Aber auch Marschälle der Roten Armee, die den Kampf gegen die Nazis und ihre Kollaborateure angeführt hatten, sollen aus dem Stadtbild verbannt werden. Ebenso werden prominente Persönlichkeiten der Weltliteratur wie Alexander Puschkin, Lew Tolstoi, Anton Tschechow, Iwan Turgenjew und Michail Lermontow keine Namensgeber von Straßen mehr sein.

    Stattdessen sollen die Straßen nach Personen und Städten aus der Ukraine benannt werden. Auch soll es eine eine “Straße der Helden des Regiments Asow” geben. Die Einheit innerhalb der ukrainschen Armee ist für ihren offenen Bezug zum Hitler-Faschismus bekannt. So ziert ihr Logo, die “Schwarze Sonne”, ein international genutztes Erkennungsmerkmal der Neonazi-Szene. Die schwarze “Wolfsangel” war das Abzeichen der 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ der Waffen-SS.

    Klitschko freut sich derweil über die Umbenennung, die noch nicht abgeschlossen sei: “Das ist ein wichtiger Schritt dazu, um die verlogenen Manipulationen und den Einfluss des russischen Aggressors auf die Auslegung unserer Geschichte zu verringern”, so der Bürgermeister von Kiew.

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