Die USA scheinen entschlossen zu sein, das von China de facto unabhängige Taiwan weiter aufzurüsten. US-amerikanischen Medienberichten zufolge plant die US-Regierung momentan ein Waffengeschäft mit einem Volumen von 1,1 Milliarden Dollar.

Wie zuerst die US-amerikanische Plattform Politico berichtete, plant die Regierung offenbar, den Kongress um Zustimmung zu einem weiteren Waffengeschäft mit Taiwan zu bitten. Diesmal soll der Deal offenbar 100 Luft-Luft-Raketen und 60 Schiffsabwehrraketen beinhalten. Auch die Verlängerung eines Vertrags über die Nutzung eines Radarüberwachungssystems ist in dem Deal enthalten.

Der Wert der Lieferung würde sich auf etwa 1,1 Milliarden Dollar summieren. Es wäre bei weitem nicht die erste Waffenlieferung der Biden-Regierung an Taiwan. Diese hatte zuletzt im Juli die vierte Lieferung in diesem Jahr beschlossen. Im Juli jedoch belief sich der Wert der vorgesehenen Lieferung lediglich auf etwas mehr als 100 Millionen.

Die chinesische Seite reagierte schon damals wenig überraschend äußert negativ auf die weitere Hochrüstung der Insel, die sie als abtrünnigen Teil ihres Staatsgebiets betrachtet. So hieß es aus dem chinesischen Verteidigungsministerium, die Waffenlieferung stelle eine große Gefahr für die Sicherheitsinteressen und die Souveränität Chinas dar.

Eine Reaktion auf den nun bekannt gewordenen Plan der US-Regierung, eine Waffenlieferung mit einem deutlich höheren Volumen anzuschließen, steht jedoch noch aus.


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