Umweltkatastrophen, die Corona-Pandemie und Kriege lassen die Kosten für humanitäre Hilfe in die Höhe schnellen.

Für das Jahr 2023 rechnen die Vereinten Nationen (UN) damit, dass die Kosten für humanitäre Hilfe auf eine neue Rekordsumme klettern werden: Über 51 Milliarden Dollar müssten demnach zukünftig für Nothilfen bereitgestellt werden, um die unmittelbaren Folgen von Dürren, Überschwemmungen, Kriegen und Pandemien zu bewältigen.

Der durch die kapitalistische Produktionsweise hervorgerufene Klimawandel und die damit einhergehenden Extremwetterlagen lassen die Kosten und auch die Anzahl der betroffenen Menschen steigen. Waren es 2022 noch 274 Millionen Menschen in Not, so steigt die Zahl 2023 voraussichtlich auf über 339 Millionen Personen weltweit.

Die Kosten für Hilfsorganisationen werden zu einem großen Teil durch Spenden von Mitgliedsländern bereitgestellt, die aber schon 2022  noch nicht einmal zur Hälfte gedeckt werden konnten. Obwohl die Not und damit die Kosten steigen, stagnieren die Spendengelder.

Ein weiteres Problem sei die ungleiche Verteilung der Entwicklungshilfe bzw. der Hilfsprogramme: Die Kosten für die Kriegsfolgen in der Ukraine könnten wohl gut kompensiert werden, wohingegen die Entwicklungshilfe in anderen Ländern unterdurchschnittlich ausfalle.


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