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Donnerstag, Juli 25, 2024
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    Kinderarmut in Deutschland weiterhin auf hohem Niveau

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    Von der anhaltenden Inflation und den Preissteigerungen sind Kinder in Deutschland besonders hart getroffen. Die Armut geht dabei auch mit erheblichen Folgen für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen einher.

    Der Deutsche Kinderschutzbund rechnet im Zuge der sich verschärfenden wirtschaftlichen Krise mit zunehmender Kinderarmut. In Deutschland lebt demnach jedes fünfte Kind unter der Armutsgrenze und muss auf Dinge des täglichen Bedarfs verzichten. Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes, richtet sich dabei vor allem mit Appellen an die Bundesregierung.

    Das Bürgergeld reicht nicht aus

    Die Regelsätze des geplanten Bürgergeldes stellen dabei jedoch weder kurz- noch langfristig eine besondere Hilfe dar, da die finanzielle Unterstützung von der steigenden Inflation direkt wieder aufgefressen werden wird. Jedoch ist derzeit jeder dritte Hartz-IV-Empfänger ein Kind unter 18 Jahren, weswegen tatsächlich effektive Unterstützung schon längst überfällig ist.

    1,5 Millionen Kinder in Deutschland wachsen in Armut auf

    Eine bundesweite Kindergrundsicherung steht im Raum, ist von der Ampel-Regierung jedoch erst für das Jahr 2025 gedacht. Darüber hinaus bezieht sich ohnehin der Großteil der derzeitigen Förderungen auf die Energieversorgung, doch für Kinder und Jugendliche in Deutschland benötigt es ertragreichere Investitionen und Maßnahmen.

    Armut macht Kinder krank

    Die tatsächlichen Folgen der Armut werden dabei jedoch oft ignoriert. Nicht nur lösen sich die Zukunftschancen der betroffenen Kinder schon in der Schule oft auf, eine schlechte soziale Lage führt auch zu einer schlechten gesundheitlichen Lage. Aufgrund von verkehrsreichen Wohnorten mit einem Mangel an Spielplätzen sind arme Kinder öfter an Verkehrsunfällen beteiligt, durch verschiedene Ursachen werden sie außerdem häufig schon in jungen Jahren Opfer von Gewalt.

    Was die Nahrungsversorgung betrifft, zeigen sich auch erhebliche Probleme. Der Leistungssatz von Hartz-IV-Empfänger:innen reicht nicht für die vom Forschungsinstitut für Kinderernährung berechneten Preise für eine ausgewogene Ernährung. So fehlen für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren etwa 17 Euro im Monat, bei den 15- bis 18-jährigen sind es sogar 80 Euro. Aus dem Grund können sich sozial benachteiligte Familien oft nur zucker- und fettreiche Kost leisten, was wiederum zu einem erhöhten Risiko von Übergewicht führt.

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