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Mittwoch, Juli 24, 2024
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    Augsburg: Polizeirazzia gegen „Ganze Bäckerei” mutmaßlich wegen eines Plakats gegen das PKK-Verbot

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    Eingeschlagene Fenster, ausgebaute Schließzylinder, verwüstete Räumlichkeiten – vor dieser Situation standen dutzende Antifaschist:innen aus Augsburg, nachdem „Die Ganze Bäckerei” durch die Polizei am Dienstag durchsucht wurde. Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei ein linkes Zentrum in der bayerischen Stadt stürmt. – Ein Kommentar von Susana Moreno.

    Am Dienstagmorgen haben Polizeibeamt:innen aus Augsburg ein Fenster des linken Zentrums „Die Ganze Bäckerei” eingeschlagen und sich auf diese Weise Zutritt verschafft, nachdem sie den Vermieter der Räumlichkeiten nicht erreichen konnten. Anschließend durchsuchten sie das Zentrum.

    Der Erklärung der Ganzen Bäckerei zufolge stehe eine stichhaltige Erklärung seitens der Polizei noch aus. Es werde aber vermutet, dass ein Plakat mit der Aufschrift „Weg mit dem Verbot der PKK“ die Grundlage zur Legitimierung der polizeilichen Maßnahme darstelle.

    Die Aktivist:innen erklärten in einer Pressemitteilung, sie seien „wütend und entsetzt” und bewerten die Durchsuchung ihrer Räumlichkeiten als eine gezielte Erschwerung und Kriminalisierung ihrer antifaschistischen und linken Arbeit. Trotz der Repression äußerten sie jedoch, dass sie sich nicht davon einschüchtern lassen und für eine solidarische Gesellschaft weiterkämpfen werden.

    Ansteigende Repression in Augsburg und bundesweit

    Die erneute Durchsuchung eines linken Zentrums in Augsburg reiht sich ein in Repression gegen linke Kräfte und Räumlichkeiten in Augsburg. Bereits vergangenes Jahr gab es im „Hans-Beimler-Zentrum” in Augsburg eine Razzia durch die Polizei. Im Zuge dessen wurden alle anwesenden Antifaschist:innen festgehalten und ihre Handys und Laptops beschlagnahmt. Nach einiger Zeit wurde diese Razzia nachträglich für rechtswidrig erklärt.

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    Dem vorangegangen sind Jahre von stetigen Hausdurchsuchungen bei Linken und Kommunist:innen aus Augsburg gefolgt. Die Augsburger Polizei scheint es derzeit auf linke Räumlichkeiten abgesehen zu haben, nachdem der Widerstand der Augsburger Aktivist:innen trotz der Repression ungebrochen war.

    Ganz nach dem Motto „wenn wir euch nicht brechen können, vielleicht eure Vermieter:innen“ scheinen die Augsburger Repressionsbehörden einen neuen Weg der Kriminalisierung und Zerschlagung der linken Bewegung in Augsburg gehen zu wollen. Ein solches Vorgehen der Polizei ist dahingehend zu bewerten, dass sie aktiv versuchen, linken Aktivist:innen die Räumlichkeiten zu entziehen oder dies durch ihre Repression und durch die daraus resultierende Wirkung auf Vermieter:innen zu forcieren.

    Antworten auf der Straße

    Die erneute Durchsuchung linker Räumlichkeiten zeigt, dass es einer starken Anti-Repressionsstruktur bedarf, die Aktivist:innen in der erlebten Ohnmacht auffängt, ihnen heraushilft und ihr Entsetzen durch gezielte Antworten auf der Straße in positive Richtungen wendet.

    Solche Anti-Repressionsstrukturen haben für gewöhnlich einen Überblick über die Fälle von Repression in ihrer Stadt und sind in der Lage, direkte Antworten heraus zu arbeiten – seien sie inhaltlich bewertender oder praktischer Natur. Neben den inhaltlichen und praktischen Antworten kann eine solche Anti-Repressionsstruktur auch überbordende Emotionen von Aktivist:innen auffangen und ihren Mut und ihre Widerständigkeit wieder bekräftigen.

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