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„Rettet Maja Aktionscamp“ – Druck aufbauen, um Maja zurückzuholen

Der Gesundheitszustand von Antifaschist:in Maja hat sich rapide verschlechtert. Aus diesem Grund hat sich das „Rettet Maja Aktionscamp“ gebildet, um vor dem Auswärtigen Amt weiter Druck auf die Bundesregierung auszuüben.

Seit nunmehr 39 Tagen befindet sich die nicht-binäre, antifaschistische Person Maja im Hungerstreik. Vor einem Jahr wurde Maja von deutschen Behörden rechtswidrig nach Ungarn ausgeliefert und seitdem dort unter menschenunwürdigen Bedingungen in Isolationshaft festgehalten. Diese Haftumstände haben Maja zum Hungerstreik gezwungen.

Infolgedessen hat sich der aktuelle Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert: Die Fettreserven sind aufgebraucht, und die Herzfrequenz liegt mit nur noch ca. 30 Schlägen pro Minute weit unter der eines gesunden Erwachsenen. Der ungarische Staat hat Maja inzwischen in ein Gefängniskrankenhaus verlegt und droht mit Zwangsmaßnahmen wie der Einsetzung eines Herzschrittmachers oder Zwangsernährung.

Herzschrittmacher statt Rücküberstellung – Majas Zustand zunehmend kritisch

Aktionscamp startet in Berlin

Aufgrund dieser akuten Notlage hat sich das Rettet-Maja-Aktionscamp formiert. Sein Ziel ist es, massiven politischen Druck auf die Bundesregierung und Entscheidungsträger:innen auszuüben, um Maja nach Deutschland zurückzuholen und damit das Leben der antifaschistischen Person zu retten.

Das Camp beginnt am Sonntag, dem 13.07., in Berlin mit einer Demonstration um 12 Uhr ausgehend vom Alexanderplatz zum Auswärtigen Amt. Anschließend wird um 13 Uhr das Camp eröffnet.

In seiner Pressemitteilung hat das Aktionscamp drei zentrale Forderungen formuliert:

  • Holt Maja zurück nach Deutschland!
  • Freiheit für Maja! Freiheit für alle Angeklagten im Budapest-Komplex!
  • Schluss mit der Kriminalisierung von Antifaschismus!

Außenminister Wadephul plant Reise nach Ungarn

Aufgrund des wachsenden öffentlichen Drucks – verstärkt durch Majas kritischen Gesundheitszustand – hat sich nun auch Außenminister Johann Wadephul (CDU) gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) geäußert. Er plane, in der kommenden Woche nach Ungarn zu reisen, um bessere Haftbedingungen für Maja auszuhandeln.

Nach 38 Tagen Hungerstreik: Außenminister Wadephul äußert sich zu Antifaschist:in Maja

Doch das reicht nicht: Die Organisator:innen des Aktionscamps betonen, dass der Druck dringend weiter erhöht werden müsse, um nicht nur minimale Haftverbesserungen, sondern Majas Rückführung nach Deutschland zu erreichen. Laut Pressemitteilung sollen auf dem Protestcamp verschiedene kreative Aktionen geplant sein, um die politischen Entscheidungsträger:innen zum Handeln zu zwingen.

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