Zeitung für Solidarität und Widerstand

Rechter Aktivist Charlie Kirk bei Veranstaltung erschossen

Bei einer Veranstaltung an einer Universität in Utah wurde der ultrarechte Aktivist Charlie Kirk erschossen. Der enge Trump-Verbündete war ein einflussreicher Podcaster und Autor, der gezielt die sozialen Medien für die Verbreitung von christlich-fundamentalistischem Gedankengut nutzte. Hochrangige republikanische Politiker sprechen dem verstorbenen 31-Jährigen derweil Gebete aus.

Der ultrarechte Aktivist Charlie Kirk wurde bei einer Veranstaltung an der Utah Valley University (UVU) in Orem, Utah, angeschossen. Während er eine Frage zu Amokläufen an Schulen beantwortete, wurde er kurz nach 12 Uhr lokaler Zeit am Hals getroffen. Mehrere Videos im Internet zeigen das Chaos.

Politiker sprechen Gebete aus – Attentäter auf freiem Fuß

Um 22:48 Uhr mitteleuropäischer Zeit bestätigte Trump schließlich, was viele bereits vermuteten: Charlie Kirk erlag im Krankenhaus seinen Schussverletzungen. Hochrangige republikanische Politiker wie Trump, Vizepräsident JD Vance oder der Gouverneur von Utah sprechen derweil Gebete für den Verstorbenen Kirk. Auch der US-amerikanische Kriegsminister Pete Hegseth bittet auf X , dass „die heilende Hand Jesu Christi über ihm ruhen“ möge.

Nach einem zunächst festgenommenen Verdächtigen, der inzwischen wieder freigelassen wurde, gibt es derzeit keine Hinweise darauf, wer der Schütze war. Stimmen werden laut, die sich nun fragen, was – in Anbetracht von Trumps Freundschaft zu Kirk – in den kommenden Wochen und Monaten bevorsteht. Erst Anfang August hat Trump nach einem mutmaßlichen Angriff auf seinen 19-jährigen Vertrauen mit dem vulgären Namen „Big Balls“ eine in Teilen militärische Übernahme der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. durchgesetzt.

Nationalgarde in Washington DC: Ein weiterer Schritt in Trumps autoritärem Staatsumbau

TPUSA-Gründer Kirk: Gegen Frauen und Migrant:innen, für das Kapital und die Republikaner

Charlie Kirk war ein einflussreicher Aktivist mit engem Kontakt zu US-Präsident Donald Trump. Er gründete im Jahr 2012 Turning Point USA (TPUSA), einen der größten reaktionären Thinktanks der USA. Bekannt wurde er durch seine Debatten an Universitäten, bei denen er mit provokanten Meinungen Aufsehen erregte.

Die TPUSA erlangte dabei in den letzten Jahren besonders viel Aufmerksamkeit: Als konservative und rechtsradikale Organisation richtet sie sich vor allem an junge Student:innen und punktet besonders mit antifeministischen und rassistischen Standpunkten. Damit wurde die Organisation binnen kürzester Zeit zu einem riesigen Generator von Parteispenden für die Republikaner. Während der Umsatz im Jahr 2016 noch knapp 4 Millionen US-Dollar betrug, verzwanzigfachte er sich auf etwa 80 Millionen US-Dollar im Jahr 2023.

Perspektive Online
Perspektive Onlinehttp://www.perspektive-online.net
Hier berichtet die Perspektive-Redaktion aktuell und unabhängig

MEHR LESEN

PERSPEKTIVE ONLINE
DIREKT AUF DEIN HANDY!