Für Rheinmetall bedeuten Krieg und Aufrüstung Rekordgeschäfte: Der deutsche Rüstungskonzern erzielt 2025 erneut einen Rekordprofit und -umsatz. Auch die Zukunft sieht für den Waffenhersteller profitabel aus.
Der Düsseldorfer Konzern Rheinmetall hat diesen Donnerstag seine Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Wie schon in den Jahren zuvor hat das Unternehmen sowohl seinen Umsatz als auch Gewinn drastisch erhöht.
Allein in den letzten neun Monaten stieg der Umsatz um rund 20 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Auch der Profit steigerte sich von 613 Millionen auf 724 Millionen Euro – ein Anstieg von rund 18 Prozent.
Die einzigen Einbußen, die der Konzern hinnehmen musste, lassen sich auf Investitionen zurückführen, die auf längere Sicht noch mehr Profit einbringen dürften: so etwa die Erhöhung der Vorräte, Einstellung neuer Arbeiter:innen oder der Einstieg in die Marine-Sparte. Mit der Übernahme der Werften der Bremer Lürssen-Gruppe im September ist der Rüstungskonzern nun an Land, in der Luft, im All und zur See vertreten, wenn es um Kriegsmaschinerie oder Munition geht.
Verantwortlichkeit der Bundesregierung
Diesen massiven Gewinn hat Rheinmetall zu großen Teilen dem deutschen Staat zu verdanken, da er als zentraler Lieferant der Bundeswehr und der NATO als Hersteller von Artilleriemunition fungiert. So betrug allein der deutsche Umsatzanteil im Jahr 2025 34 Prozent – im letzten Jahr waren es noch 30,5 Prozent. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Anteil im Zuge der massiven deutschen Aufrüstung noch steigern wird.
Die von Deutschland finanzierten Kriegsgeräte wurden seit 2022 zu großen Teilen in der Ukraine im Krieg gegen Russland eingesetzt, aber auch für Aufrüstungsvorhaben der Bundeswehr selbst. Von dem Sondervermögen, das die Bundesregierung zu Aufrüstungszwecken bereitstellte, gehen allein neun Milliarden Euro für 600 neue Flugabwehrpanzer an Rheinmetall, und der Konzern hofft, diese Zahlen noch erhöhen zu können.
Gewinn-Prognosen für das kommende Jahr
Insgesamt erwartet das Rüstungsunternehmen einen weiteren Anstieg der Aufträge, insbesondere aus Deutschland. In den ersten drei Quartalen stieg der Auftragsbestand bereits auf einen Rekordwert von 64 Milliarden Euro – im vergangenen Jahr waren es noch 52 Milliarden. Allerdings wurde auch dieser Rekordwert durch die Verzögerungen beim Bundeshaushalt und damit ausgebliebenen Auftragsvergaben geschmälert.
Rheinmetall-Geschäftsführer Armin Papperger prognostiziert für das erste Halbjahr 2026 einen Auftragsumfang von 120 Milliarden Euro und versichert öffentlich, dass „die geplanten Großprogramme der Bundeswehr nun in der Finanzplanung des Bundes abgesichert sind“. Des Weiteren plant der Konzern, sich von zivilen Geschäften wie der Unterstützung in der Autoproduktion zu distanzieren und sich somit noch klarer auf die Herstellung von Kriegswaffen und ähnlichem zu konzentrieren.
Firmengeschichte und die Verstrickung in Kriegsverbrechen
Während Aktionär:innen Freudensprünge machen dürften, sind die Ergebnisse in der Realität Ausdruck von immer mehr Krieg, Tod und Elend. Rheinmetall macht sein Geschäft mit dem Tod, beispielsweise in der Ukraine. Auch beteiligt man sich ohne Bedenken an Kriegsverbrechen wie dem Genozid in Gaza.
Dass Rheinmetall an Kriegsverbrechen beteiligt ist, ist dabei nichts Neues: Allein am dubiosen Umgang mit der NS-Vergangenheit des Konzerns lässt sich erkennen, wie er mit seiner Mitschuld an Millionen Toten umgeht. So „beschäftigte“ der Konzern zwar Zwangsarbeiter, laut Bericht einer dieser ehemaligen Zwangsarbeiter, wie auf der Website zu finden, seien die deutschen Arbeiter aber „gutherzig und gütig“ zu ihnen gewesen. Während des zweiten Weltkriegs bewahrten die Nazis das Unternehmen vor der Insolvenz, und Rheinmetall wurde zu einem der Haupthersteller von Waffen für die deutsche Wehrmacht.
In den vergangenen Jahren machte sich Rheinmetall immer wieder schuldig an der Ermöglichung von Kriegsverbrechen. Allein die 10.000 Kugeln Panzermunition im Januar 2024 für die israelische Armee oder die von Rheinmetall produzierten Bomben, die im Jemen genutzt wurden, bezeugen dies.

