Nach mutmaßlichem Trump-Attentat: US-Regierung feuert gegen Presse und Linke

Ein mutmaßliches Attentat auf Trump ist am vergangenen Wochenende gescheitert. Seitdem hat die US-Regierung eine neue Welle an Hetze gegen Linke und die Presse losgetreten.

Auf dem jährlichen White House Correspondents’ Dinner vergangenen Samstag soll es zu einem versuchten Attentat auf Donald Trump gekommen sein. Während der Veranstaltung soll ein bewaffneter Mann den gesicherten Bereich durchquert und auf den Speisesaal zugestürmt sein. Als er auf Sicherheitskräfte stieß, soll er zwei Schüsse abgegeben und den Sicherheitsdienst leicht verletzt haben. Er wurde noch vor Ort festgenommen.

Der LA Times zufolge hat der mutmaßliche Täter in einem Manifest davon gesprochen, dass er selbst nicht mehr dazu bereit ist, einfach tatenlos zuzuschauen, wie Trump – ein „Pädophiler“ und „Vergewaltiger“ – weltweit Verbrechen begeht. Ihm werden nun versuchter Mord, der Einsatz einer Schusswaffe bei einem Gewaltverbrechen und der Transport von Waffen über Bundesstaatsgrenzen mit krimineller Absicht vorgeworfen.

Trump und Co. machen Stimmung gegen Democrats und die freie Presse

Die Reaktion der Regierung zeigt einige Ähnlichkeiten mit dem versuchten Attentat auf Trump 2024. Ähnlich wie damals machte Trump nach einigen Rufen zur Geschlossenheit das „linke Lager“ verantwortlich. Primär verantwortlich wurden dabei diesmal Anhänger:innen der Demokrat:innen, Talkshow-Moderator:innen wie Jimmy Kimmel, der kurz vor dem Attentat Trumps Ehefrau Melania Trump als „Witwe im Wartestand“ bezeichnete, sowie „übermäßig kritische“ Journalist:innen gemacht.

Anschlag auf Trump: Die Gewalt ist in dieser Gesellschaft Alltag

Der Justizminister Todd Blanche behauptete dabei, dass viele der Journalist:innen, die an der Veranstaltung teilnahmen, mitschuldig seien, weil sie übermäßig kritisch über den Präsidenten berichtet hätten und angeblich ohne Grund und Beweise schrecklich gegenüber dem Präsidenten seien.

Attentate als Vorwand zur Repression

Dass die Trump-Regierung gegen Linke oder gesellschaftliche Minderheiten hetzt, ist dabei auch nicht neu. Mit dem laufenden sogenannten Antifa-Ost-Verfahren in Deutschland stufte die Regierung Ende 2025 mehrere antifaschistische Organisationen als Terrororganisationen ein und hetzte dabei im eigenen Land gegen „die Antifa“. Auch nach dem Attentat auf den faschistischen und transfeindlichen Kommentator Charlie Kirk folgte eine Welle an Hetze gegen trans Personen, obwohl der mutmaßliche Attentäter nicht transgeschlechtlich ist. Seitdem verschlechterte sich die Lage für trans Personen in den USA erheblich.

Rundumschlag gegen Opposition: Trump setzt neue Repressionsmaßnahmen um

Der Trend, dass die Regierung diese Ereignisse als Vorwand nutzt, um Repressionen weiter zu verschärfen, setzt sich also fort. Besonders die Hetze auf Presse und Linke könnten eine Vorbereitung auf kommende Einschränkungen in der Presse- und Meinungsfreiheit sein.

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