Nachdem Amnesty International UK über transfeindliche Organisationen berichtet hatte, brachte deren Anwalt die NGO zum Einknicken. Statt die Meinungsfreiheit zu verteidigen, löschte Amnesty die Veröffentlichung und distanzierte sich öffentlich. Hinter den juristischen Angriffen stand die Autorin J.K. Rowling.
Die Harry-Potter-Schriftstellerin J.K. Rowling hat durch das populäre Franchise ein Vermögen von über einer Milliarde angehäuft. Ihren Reichtum und ihre Bekanntheit nutzt Rowling bereits seit Jahren, um ihre feindliche Ideologie gegenüber trans Personen zu verbreiten. Neben ihren transfeindlichen Äußerungen auf Social-Media-Plattformen wie X unterstützt Rowling einige Anti-Trans-Gruppen. Als Anhängerin der TERF-Ideologie (Trans-Exclusionary Radical Feminist, dt. Trans-ausschließende Radikalfeminist:innen) versteckt sie ihre Verachtung von trans Personen hinter ihrem Engagement für Frauen, die patriarchale Gewalt erfahren haben. Letztlich spricht sie Transpersonen ihre Geschlechtsidentität ab und bekämpft aktiv Gesetze, die trans Personen gesellschaftlich anerkennen.
Im Jahr 2024 spendete sie 70.000 Pfund an die transfeindliche schottische Gruppe For Women Scotland. Anlass für diese Spende war, dass die Gruppe eine Klage gegen ein schottisches Gesetz verloren hatte, das trans Frauen rechtlich als Frauen anerkannte. Nachdem die Gruppe beim Obersten Gerichtshof des Vereinigten Königreichs in Berufung gegangen war, wurde entschieden, dass trans Frauen im Sinne des britischen Gleichstellungsgesetzes nicht als Frauen gelten.
Als Schriftstellerin nutzte Rowling diverse Veröffentlichungen, um ihre Weltsicht in die Öffentlichkeit zu tragen: Neben einem Essay auf ihrer Webseite, in dem sie ihre transfeindliche Position unterstreicht, schrieb sie auch den Roman mit dem Titel „Troubled Blood“ unter dem Pseudonym Robert Galbraith. In dem Buch kleidet sich der männliche Protagonist in Frauenkleider und begeht dann Morde. Kritiker:innen des Romans erkannten in der Handlung des Buchs einen transfeindlichen Unterton.
Einer der letzten öffentlichen „Stunts” von Rowling war, als sie sich mit der NGO Amnesty International UK anlegte und ihre finanzielle Macht nutzte, um ihren Willen durchzusetzen.
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Rowling nutzt ihr Vermögen und Amnesty knickt ein
In zwei Veröffentlichungen von Amnesty International des Vereinigten Königreichs wurden über 100 Organisationen aufgelistet, die zu der Bewegung gezählt werden, die sich gegen Rechte für trans Personen stellt. Zu den aufgelisteten Organisationen zählt auch das Hilfszentrum für Opfer sexualisierter Gewalt Beira’s Place, das Rowling finanziert hat. Die Anwälte von Beira’s Place beschuldigten Amnesty daraufhin, dass sie dem Ruf der Organisation geschadet hätten, und kündigten juristische Konsequenzen an, sollte sich Amnesty nicht entschuldigen und den Bericht von ihrer Seite löschen. Zudem forderten sie eine an die Öffentlichkeit gerichtete Aufarbeitung, wie es zu der Veröffentlichung kommen konnte.
Diesen Forderungen kam Amnesty dann auch nach, indem sie die beiden Dokumente „A growing threat: the anti-rights movement in the UK“ und „Like a snowball: the growth and impact of the gender critical movement in the UK“ von ihrer Seite nahmen. Die NGO äußerte zudem, dass sie bei den beiden Veröffentlichungen „die festgelegten internen Überprüfungsverfahren“ nicht gründlich genug angewandt hätten. Ein Sprecher der NGO sagte: „Wir bedauern, dass dieses Informationspapier auf unsere Website hochgeladen wurde, ohne die festgelegten internen Überprüfungsprozesse zu durchlaufen, die dazu dienen, Konsistenz, Genauigkeit und Übereinstimmung mit den Positionen von Amnesty International UK sicherzustellen.“
Nach diesem Erfolg kündigte Rowling an, alle weiteren Organisationen, die in den Amnesty-Dokumenten erwähnt werden, bei juristischen Kosten zu unterstützen. Nach ihrer Einschätzung handelte es sich bei der Veröffentlichung um eine „Blacklist“.
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Instrumentalisierung des Copyright-Gesetzes
Amnesty hat durch die Androhung juristischer Konsequenzen nicht nur die Veröffentlichungen von der Seite genommen und sich in der Öffentlichkeit entschuldigt. Aktuell klagt die NGO gegen Alejandra Caraballo, eine Anwältin für Bürgerrechte an der Cyberlaw Clinic der Harvard-Universität, welche die bereits gelöschten Veröffentlichungen auf Social Media erneut zugänglich gemacht hatte.
Daraufhin wurden sowohl auf Google Drive als auch im Internetarchiv Wayback Machine die Veröffentlichungen gelöscht. Dabei bezieht sich Amnesty auf das US-Gesetz „Digital Millennium Copyright Act“. Caraballo gab sich jedoch kämpferisch und äußerte, dass wenn Amnesty UK nicht gegen Zensur im Gericht kämpfen würde, dann werde sie es tun.

