Brasilien: Landesweite Massenproteste gegen Bolsonaro-Regierung
Seit vergangenem Donnerstag kommt es in ganz Brasilien zu Protesten gegen die Regierung des Präsidenten Jair Bolsonaro. Die Demonstrant:innen fordern Impfungen für alle und Unterstützung für besonders stark von der Krise betroffene Arbeiter:innen.
Nach internationalem Druck: Waffenstillstand zwischen israelischem Militär und palästinensischen bewaffneten Gruppen
Nach 11 Tagen Krieg ist ein Waffenstillstand zwischen der israelischen Armee und bewaffneten Palästinensischen Organisationen in Kraft getreten. Infolge der bisherigen Kämpfe wurden in Gaza mindestens 232 Palästinenser:innen, darunter 65 Kinder, durch israelische Luftangriffe getötet. Palästinensisches Raketenfeuer hat in Israel 12 Menschen getötet, darunter ein Kind. Dieses massive Ungleichgewicht sowie pro-palästinenesische Proteste hatten Israel zuletzt immer mehr unter Druck gesetzt.
Kanada: Mehr als tausend Leichen indigener Kinder entdeckt
In den vergangenen Wochen sind in verschiedenen Orten in Kanada die sterblichen Überreste von mehr als eintausend indigenen Kindern gefunden worden. Die Funde ereigneten sich in unmittelbarer Nähe zu ehemaligen katholischen Internaten zur Zwangsumerziehung von indigenen Kindern. Vermutlich als Reaktion auf diese Funde wurden mehrere Kirchen in Brand gesteckt.
Weitere Hafensperrung in China
Wegen einer einzigen Corona-Infektion unter den Arbeiter:innen von dem Hafen von Ningbo wurde in China ein weiterer Großhafen teilweise gesperrt. Die Sperrung droht die dritte Störung der Handelsschifffahrt auszulösen.
Zehntausende Bäuer:innen legen bei Groß-Streik den indischen Verkehr lahm
Seit mehr als 10 Monaten campen zehntausende Bäuer:innen auf den Hauptverkehrsstraßen rund um die indische Hauptstadt Neu-Delhi. Sie protestieren gegen drei Landwirtschaftsgesetze der Regierung von Premierminister Narendra Modi, welches große Agrarkonzerne bevorzugen soll. Nun haben diese an einem landesweiten Streiktag in vielen indischen Bundesstaaten wichtige Autobahnen blockiert und Bahngleise besetzt.
Die Lage an der Grenze zwischen Polen und Belarus spitzt sich zu
In Belarus sind tausende Geflüchtete auf dem Weg zur Grenze nach Polen, um von dort in die EU einreisen zu können und Asyl zu bekommen. Die belarussische Regierung soll die Geflüchteten gezielt zur Grenze lassen. Dort erwartet sie die Gewalt der polnischen Grenzschutzeinheiten.
Der Freizeitlockdown geht in die nächste, verschärfte Runde
Gestern tagten die Bundeskanzlerin und Regierungschef:innen der Länder gemeinsam um über die Verlängerungen der pandemiebedingten Maßnahmen zu beraten. Gegen Abend folgten dann die Beschlüsse: Die Verbote werden verlängert und verschärft. Erneut appellieren diese vor allem an die Bevölkerung als Individuen, dringend notwendige Maßnahmen wie verpflichtende Schließungen von Betrieben bei vollem Lohnausgleich bleiben weg. Warum dieses Vorgehen nicht nur problematisch sondern auch gefährlich ist, dazu ein Kommentar von Tabea Karlo.
G7 bereiten sich auf Kampf gegen China und Russland vor – doch Widersprüche bleiben
Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern ist am Dienstag zu Ende gegangen. Bei dem 170 Millionen Euro teurem Spektakel wollten die Staatschefs aus den USA, dem Vereinigten Königreich, Kanada, Japan, Deutschland, Italien und Frankreich Geschlossenheit im internationalen Konkurrenzkampf präsentieren. Geeinigt haben sie sich auf militärische Aufrüstung, ökonomische Einhegung Chinas, Wirtschaftskrieg gegen Russland und einige minimale Hilfen in der Hungerkrise.
Anarchist im Flutgebiet: “Wenn die Menschen da unten eins verstehen, dann Solidarität!”
Noch immer sind Gebiete in Deutschland durch die Flutkatastrophe völlig zerstört. Vielerorts wird praktische Solidarität zum Aufräumen und Wideraufbau geübt – mit dabei auch Matthias Kunz, der sich selbst als Anarchist versteht. Wir haben mit ihm über seinen Unterstützungseinsatz gesprochen.
Kampagne „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ erfolgreich – akzeptieren SPD und Grüne das Votum?
Neben den drei Parlamentswahlen am Sonntag kam es in Berlin am Sonntag auch zur Abstimmung im Volksentscheid der Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“. Nach einem vorläufigen Endergebnis war dieser erfolgreich. 56,4% stimmten dafür.
















