Die Türkei, Aserbaidschan und „die Mission der Großväter“

Der letzte Teil der kleinen Reihe zum Gedenktag des Völkermordes an den Armenier:innen soll sich mit der aktuellen Lage der „Armenierfrage“ in der Türkei sowie dem „Bruderstaat“ Aserbaidschan beschäftigen. Der diesjährige Gedenktag steht nämlich vor allem auch im Zeichen der jüngsten Kriegsniederlage im Konflikt um das armenische Bergkarabach (Artsakh) und die Gräueltaten der Sieger. – von Emanuel Checkerdemian

Deutschland und der Völkermord an den Armenier:innen

In diesem zweiten Teil der Artikel-Reihe zum 106. Jahrestag des Genozids an den Armenier:innen soll das Augenmerk vor allem auf die deutsche Mitwisser- und Mittäterschaft gelegt werden. Trotz der im ersten Teil angesprochenen Unterstützung des Deutschen Reiches für Schutzmaßnahmen der armenischen Minderheiten im Osmanischen Reich bei der Berliner Konferenz 1878, trägt Deutschland die erheblichste Mitschuld an der Aghet, dem Völkermord an den Armenier:innen. Ein Kommentar von Emanuel Checkerdemian.

Aghet – Der Völkermord an den Armenier:innen

Am 24. April ist der armenische Gedenktag an die Aghet, die große Katastrophe. Im Zuge der türkischen Vernichtungsideologie des Osmanischen Reiches wurden ab 1915 bis zu 1,5 Millionen Armenier:innen, Assyrer:innen und Pontosgriech:innen ermordet, zahllose Kinder zwangsislamisiert. Der 24. April stellt dabei nur vermeintlich den Auftakt dieses schlimmsten Kapitels der Verfolgung, des Völkermords, dar. An diesem Tag wurden die „armenischen Eliten“ Istanbuls zusammen getrieben, ihres Besitzes beraubt und deportiert. Kaum jemand überlebte dies. - Eine Artikelreihe von Emanuel Checkerdemian Teil I

Mörder von George Floyd schuldig gesprochen

Am Dienstagnachmittag wurde das Urteil im Mordprozess gegen Derek Chauvin, dem Polizisten und Mörder von George Floyd, gefällt: Schuldig in allen drei Anklagepunkten. Chauvin drohen nun bis zu mehrere Jahrzehnte Haft, nach dem er im vergangenen Mai mehr als neun Minuten auf dem Genick des schwarzen George Floyd kniete und damit dessen Tod verursachte.

Die Super League – „Und ihr macht unseren Sport kaputt!“

Ein Erdbeben erschütterte in der Nacht zum Montag den europäischen Fußballsport. 12 Klubs aus England, Spanien und Italien haben beschlossen „so schnell wie möglich“ in die schon viel diskutierte „Super League“ starten zu wollen. Diese wird den Vereinssport und seine Wettbewerbe auf den Kopf stellen und das ganze Geschäft Fußball aus den Angeln heben. - Ein Kommentar von Emanuel Checkerdemian

Ecuador: Ein ultrakonservativer rechter Banker wird Präsident

Guillermo Lasso, der sein Vermögen mit zwielichtigen Spekulationen vermehrt hatte, ist bei der Stichwahl als Sieger hervorgegangen. Dabei ist die Wahl sehr umstritten und wurde von Vielen boykottiert. Der neue Präsident steht für Steuersenkungen für große Konzerne und weitgehende Marktliberalisierungen.

Ukraine-Konflikt: Russland schickt Kriegsschiffe ins Schwarze Meer

Die Krise zwischen der Ukraine und Russland spitzt sich weiter zu. Russland hat 15 Kriegsschiffe ins Schwarze Meer geschickt. Beide Staaten wiesen gegenseitig Diplomat:innen aus. Zugleich verschärft sich der wirtschaftliche und diplomatische Konflikt zwischen den USA und Russland.

Pandemiebekämpfung: Der Kapitalismus schafft es nicht

Neue Virus-Varianten aus Südafrika und Großbritannien zeigen: um die Pandemie in Deutschland erfolgreich zu bekämpfen, muss sie weltweit bekämpft werden. Dafür ist eine massenhafte und kostengünstige Impfstoffproduktion zentral. Doch Deutschland und andere Großmächte handeln dabei nur im Interesse ihrer Pharmakonzerne – und schaden damit der Bevölkerung hier zu Lande und weltweit. – Ein Kommentar von Tim Losowski

Rassistischer Polizeimord in Minneapolis: Daunte Wright bei Verkehrskontrolle erschossen

Am vergangenen Sonntag wurde der 20-jährige Afroamerikaner Daunte Wright bei einer Verkehrskontrolle von einer Polizistin erschossen. Er hatte einen offenen Haftbefehl, wegen nicht gezahlten Geldstrafen von 346 $ und dem Versäumen einer gerichtlichen Anhörung. Die Polizei spricht von einem Versehen: Man hätte ihn nur tasern wollen.

Nordkorea: Droht eine historische Hungersnot?

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat erstmals die katastrophale wirtschaftliche Lage des Landes eingeräumt und spricht von der „schlimmsten Situation“ in der Geschichte. Es drohe eine Hungersnot wie in den 1990er Jahren, als mutmaßlich hunderttausende Nordkoreaner:innen starben. Kims dramatische Erklärungen fallen in eine Zeit, in der sich die Spannungen Nordkoreas mit den USA wieder verschärft haben.