Dortmund: Kurde von türkischem Faschisten ermordet

In der Nacht von Freitag zu Samstag wurde der Kurde Ibrahim Demir in Dortmunder der Innenstadt zu Tode getreten. Tatverdächtiger ist ein Anhänger der faschistischen „Grauen Wölfe“. Polizei und Staatsanwaltschaft sehen derweil noch keine Hinweise auf ein Motiv.

Attila Hildmann bekennt sich zu türkisch-faschistischen Grauen Wölfen

Als veganer Starkoch war Attila Hildmann eine kleine Berühmtheit. Durch sein Auftreten als Gallionsfigur der Corona-Verschwöungstheorien ist er nun wirklich bekannt. In seinem Telegram-Channel will er Rassismusvorwürfe von sich weisen - und drückt seine Sympathie mit einer der größten faschistischen Organisationen in Deutschland aus, den Grauen Wölfen.

Werkverträge und Subunternehmen begünstigen mafiöse Strukturen

Auf Schlachthöfen, in der Landwirtschaft und auf dem Bau, ebenso wie in immer weiteren Wirtschaftszweigen bestimmen Werkverträge und Leiharbeit die Arbeitsbedingungen der ArbeiterInnen. Dabei fördern sie die Entstehung mafiöser Strukturen und intensivieren die Ausbeutung der ArbeiterInnen massiv. - Ein Kommentar von Kevin Hoffmann

Erpressungsprogramm inklusive: Merkel und Macron schlagen 500-Milliarden-Euro-Fonds vor

Die beiden stärksten Wirtschaftsmächte in der EU haben sich darauf geeinigt, wie sie europäische Banken und Konzerne retten – und gleichzeitig ihre Vorherrschaft innerhalb Europas ausbauen können. Dafür soll ein 500-Milliarden-Euro-Topf mit dem trügerischen Namen "Wiederaufbaufonds" eingerichtet werden. Für die einen ist es ein Erpressungsprogramm, wie man es schon von der Troika kennt. Für Deutschland wird der Fonds ein Selbstbedienungsladen. – Ein Kommentar von Tim Losowski

GroKo-Abgeordnete machen Aufschlag für Sex-Kaufverbot

Wie viele Dienstleistungen wurde auch jede Art von Sexarbeit, die körperliche Nähe erfordert, als Pandemiemaßnahme untersagt. Prostitution gehört aber zu den Berufsgruppen, die ihre Arbeit noch nicht wieder aufnehmen dürfen. In dieser Situation formulieren 16 ParlamentarierInnen den Vorschlag für ein Sexkaufverbot in Deutschland.

Schulöffnung – eine gute Idee?

Seit dem vierten Mai müssen viele Kinder und Jugendliche wieder die Schule besuchen. Hygienemaßnahmen und penible Abstandsregeln sollen die Sicherheit der SchülerInnen und Lehrkräfte vor Infektion schützen. Ob diese Maßnahmen helfen, wenn vielerorts hunderte Menschen in einem Gebäude lernen und arbeiten müssen bleibt fraglich – Ein Kommentar von Hedwig Scholle

Paketzentrum ist neuer Corona-Hotspot in Heinsberg

Nach dem Schlachtbetrieb in Coesfeld ist nun ein Heinsberger Paketzentrum ein neuer Covid-19 Hotspot. Während das Sozialleben höchst eingeschränkt stattfindet, stellen sich Betriebe als Infektionsherde heraus. Im Fall der dpd-Zentrale müssen 400 ArbeiterInnen 14 Tage in Quarantäne gehen.

FeldarbeiterInnen in Bornheim streiken für bessere Löhne

In Bornheim haben am Freitag 150 bis 250 FeldarbeiterInnen die Arbeit niedergelegt und lautstark protestiert. Die größtenteils aus Rumänien stammenden ArbeiterInnen hatten für einen Monat Arbeit nur etwa 200 bis 300 Euro erhalten. Auch die Polizei rückte zum Einsatz an.

Wer zahlt für die Krise? Vermögensabgabe oder Steuererhöhungen?

Während die Bundesregierung ein Rettungspaket für Großkonzerne nach dem anderen beschließt, beginnt nun die Diskussion darüber, wer diese Geldgeschenke bezahlen soll.

Wilder Streik in Brüsseler Verkehrsbetrieben – „Bis wieder Sicherheit gegeben ist“

Anfang der Woche traten in Brüssel große Teile der BusfahrerInnen und rund die Hälfte der TramfahrerInnen in einen wilden Streik. Zuvor hatte die Gewerkschaft hinter ihrem Rücken einer Wiederaufnahme der normalen Fahrpläne zugestimmt. Der Streik zwang die Gewerkschaft zurück an den Verhandlungstisch mit den Unternehmern – nun steht eine Vereinbarung vor dem Abschluss.