Gerade in der Krise müssen wir für unsere Interessen kämpfen!

In jeder Wirtschaftskrise beginnen die Diskussionen von neuem und in der aktuellen Pandemie-Situation werden sie um so emotionaler und schärfer geführt. Sitzen wir alle im selben Boot? Müssen wir nun alle den Gürtel enger schnallen und auf einen Teil unserer Rechte und Interessen verzichten? Wir sagen Nein! - Ein Kommentar von Kevin Hoffmann

Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie: Ohne Streiks und ohne Lohnerhöhungen?

Am Montag veröffentlichte der Bundesvorstand der IG Metall die Forderungen der Gewerkschaft für die kommende Verhandlungsrunde über neue Tarifverträge in der Metall- und Elektroindustrie. Im Fokus steht dabei die Beschäftigungssicherung an vielen Standorten. Lohnerhöhungen soll es wenn überhaupt nur knapp über dem Inflationsniveau geben.

12 Euro Stundenlohn für Gebäudereiniger:innen ab 2023

In der vergangenen Nacht haben sich IG Bau und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks auf einen Tarifabschluss für die rund 700.000 Gebäudereiniger:innen in Deutschland geeinigt. Arbeiter:innen regieren enttäuscht über schwachen Abschluss.

Ver.di organisiert Nullrunde für Beschäftigte im öffentlichen Dienst – mit Ausnahme der Pflege

Am Sonntag haben sich Gewerkschaften und Staat auf einen Tarifabschluss für die rund 2,3 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst geeinigt. Die Gewerkschaft ver.di war mit hohen Forderungen gestartet und ließ sich nun aber auf 3,2% mehr Gehalt bei einer Tariflaufzeit von 28 Monaten ein. Dies bedeutet eine lange Nullrunde für die Beschäftigten. Nur in der Pflege hat die Gewerkschaft wirkliche Lohnsteigerungen durchgesetzt. – Ein Kommentar von Tim Losowski

Große Beteiligung an Warnstreiks

Die Gewerkschaft Verdi berichtet von einer großen Beteiligung an den aktuell laufenden Warnstreiks im Öffentlichen Dienst. Weitere Streiks könnten nur durch vernünftige Angebote der Kommunen verhindert werden.

Tarifstreit im öffentlichen Dienst: kommunale Unternehmen machen „respektloses“ Angebot

Im Rahmen der aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst finden in vielen Städten Deutschlands Warnstreiks statt. Die Gewerkschaft Verdi fordert unter anderem eine Einkommenserhöhung von 4,8% bei einer Laufzeit von 12 Monaten, Reduzierung von Arbeitszeit und Verbesserungen für den Pflegebereich.

„Es wird immer deutlicher, dass auf das Klatschen nichts folgen wird.“ – Krankenhaus-Streiks in...

Während der erste Corona-Welle im März/April galten sie als Held:innen: die Mitarbeiter in Krankenhäuser. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland steigen nun wieder die Corona-Infizierten, die Regierungen verschärfen die Maßnahmen und das Gesundheitspersonal muss sich auf eine neue Belastungsprobe einstellen. Doch Beschäftigte im Gesundheitssektor in beiden Ländern machen trotzdem mobil und bestreiken ihre Arbeit.

„Die Schnäppchenjagd muss beim Gehalt aufhören“ – ver.di bestreikt „Amazon Prime Day“

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft zum Beginn der Schnäppchenaktion „Prime Day“ bei Amazon die Beschäftigten in den Versandzentren Leipzig, Bad Hersfeld (zwei Standorte), Rheinberg, Werne, Graben bei Augsburg und Koblenz ab dem 13. Oktober zu einem zwei Tage dauernden Streik auf.

Frauenhilfetelefon: „Rettungsanker“ bei häuslicher Gewalt im Streik

Die Beraterinnen der Hotlines "Gewalt gegen Frauen" und "Schwangere in Not" haben einen Tag lang gestreikt. Während der Pandemie haben die Kontakte um 20 Prozent zugenommen - trotzdem erhalten die Frauen das geringste Gehalt im ganzen Referat.

Streikrecht – auch in Krise und Pandemie

Die Streiks im öffentlichen Dienst polarisieren zur Zeit viele Menschen. Ist es überhaupt Verhältnismäßig in Zeiten von Wirtschaftskrise und Corona-Pandemie Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und höheren Löhnen zu stellen? Na klar! Sagt das Kollektiv Betriebskampf.