Zum 80. Jahrestag der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg wird in der sächsischen Landeshauptstadt wieder ein großer Nazi-Aufmarsch erwartet. Traditionell versuchen dabei verschiedene Lager, das faschistische „Gedenken“ zu verhindern. In Zeiten einer sich beschleunigenden Faschisierung und Polarisierung verschärft sich auch der Kampf um das „Gedenken“ und die politische Deutungshoheit. – Ein Kommentar von Phillipp Nazarenko.
Am Sonntag marschierten um die 500 Faschist:innen durch die Dresdner Innenstadt und wollten der Bombardierung der Stadt während des zweiten Weltkrieges gedenken. Dabei kam es zu Angriffen auf Journalist:innen und Gegendemonstrant:innen. Mehrere hundert Menschen demonstrierten gegen den faschistischen Aufzug.