Zeitung für Solidarität und Widerstand

Katastrophenschutz

Zehn Milliarden gegen den „Katastrophenfall“ – Ab wie vielen Bunkern wird Zivilschutz zu Kriegsvorbereitung?

Bundesinnenminister Dobrindt hat am Montag angekündigt, große Investitionen im Bereich der zivilen Infrastruktur zu machen. Bis 2029 sollen ganze zehn Milliarden Euro investiert werden, vor allem in den Katastrophenschutz. Doch woher kommt diese plötzliche Fürsorge für die Bevölkerung? – Ein Kommentar von Enrico Telle.

Trotz Krisen: Beim zivilen Katastrophenschutz wird drastisch gekürzt – rückt jetzt öfter die Bundeswehr an?

Beim Bundesinnenministerium soll im kommenden Jahr gespart werden. Besonders drastisch sind die Kürzungen beim zivilen Bevölkerungsschutz, der Katastrophenhilfe und dem Technischen Hilfswerk. Trotz Überschwemmungen, Dürren und Waldbränden stehen Sparvorgaben zwischen 30 und 40 Prozent an. Damit wird eine zivile Krisenbewältigung immer unwahrscheinlicher – wird die Bundeswehr dann zum Alltag gehören?