Das Elendslager Moria aus Lesbos hat im Sommer gebrannt. "Wir haben Platz" und #LeaveNooneBehind waren die Parolen, auf deren Druck sich die Bundesregierung irgendwann aufraffte, einige Menschen aufzunehmen. Doch was schon in Worten ein Tropfen auf den heißen Stein war, ist tatsächlich noch erschreckender: Nicht einmal 300 Menschen sind in Deutschland angekommen. Alle übrigen überleben jetzt in Moria2 und wer dort ist ist sich einig - es ist noch schlimmer als Moria.
Fast eine Woche nachdem das Geflüchtetenlager Moria abgebrannt ist, ist die Lage auf der griechischen Insel Lesbos weiterhin dramatisch. Seit mehreren Tagen leben rund 13.000 ehemalige BewohnerInnen von Moria unter freiem Himmel, darunter 4000 Kinder. Immer wieder kommt es zur Auseinandersetzung mit der Polizei. Die Bundesregierung war bisher gerade mal bereit 150 Kinder aufzunehmen, nun sollen mögliherweise doch mehr werden.