Strom und Gas kosten Menschen in Ostdeutschland mehr. Grund dafür sind niedrigere Löhne und höhere Preise.

Eine Studie des Vergleichportals „Check24“ ergab, dass Ostdeutsche größere Anteile ihres Einkommens für Energiekosten verwenden müssen. Bei ihnen sind es durchschnittlich 7,3 Prozent, während es sind Westdeutschland 6,1 Prozent sind. Der Durchschnitt für die gesamte BRD liegt bi 6,3 Prozent. Am stärksten belastet sind Menschen in Thüringen und Sachsen mit jeweils 8,0 bzw. 7,7 Prozent.

Gründe dafür sind einerseits niedrigere Löhne in Ostdeutschland, andererseits aber auch absolut gesehen höhere Preise im Osten. Ein Teil des Preises machen zum Beispiel größere Nutzungsentgelte aus, bei Gas ist es sogar rund ein Viertel.

Nutzungsentgelte legen die Unternehmen fest, welche die Strom- und Gasnetze betreiben. Sie hängen von den Transport- und Bereitstellungskosten in der zu beliefernden Region ab.

Aber egal ob West- oder Ostdeutschland, die Energiepreise steigen weiterhin enorm an: Strom stieg im Vergleich zu 2020 um durchschnittlich 33 Prozent, Gas um 109 Prozent. Gleichzeitig stagnieren oder sinken die Löhne real. Gerade ärmere Haushalte sind dadurch besonders belastet.

Ärmere Menschen leiden besonders stark unter hohen Energiepreisen