Maritim-Direktor lehnt zukünftige Vermietungen für Großveranstaltungen an die rechte Partei ab.

Nachdem am vergangenen Wochenende der Bundesparteitag der selbsternannten „Alternative für Deutschland“ (AfD) im Kölner Hotel „Maritim“ stattgefunden hat, soll eine Vermietung an die Partei in Zukunft vermieden werden, so der Kölner Hotel-Direktor Hartmut Korthäuser gegenüber der Zeitung EXPRESS.

In der Vergangenheit hatte die Hotelkette Maritim immer wieder der AfD ihre Räume zur Verfügung gestellt. „Wir werden aus großer Sorge um unsere Mitarbeiter künftig keine Räumlichkeiten mehr für größere Veranstaltungen anbieten“, so Korthäuser am Sonntag gegenüber der Zeitung. Dies gelte für alle 33 Hotels in Deutschland. Die Pressesprecherin der Hotelkette, Harriet Eversmeyer, bestätigte jedoch gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), dass dies nicht als ein Hausverbot gegenüber der AfD verstanden werden solle.

Lediglich Björn Höcke habe ein offizielles Hausverbot in allen Maritim-Hotels. „Wo Andere wegen ihrer Herkunft, Rasse oder Religion diskriminiert wurden, wo der Holocaust geleugnet oder sonst die Gräuel des NS-Regimes in Abrede gestellt oder verharmlost wurden“, ziehe man die Grenze, so das Unternehmen in einer offiziellen Stellungnahme.