Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen 2020

Gestern waren weltweit Hunderttausende auf den Straßen, um gegen Gewalt an Frauen zu demonstrieren. Polizeigewalt und strenge Auflagen konnten sie nicht aufhalten, Femizide, Partnerschaftsgewalt und staatliche Gewalt an Frauen zu verurteilen und Verantwortliche anzuprangern. Pandemie und Wirtschaftskrise haben die Gewalt gegen Frauen noch verschärft. 

Schottland beschließt einstimmig: Menstruationsartikel nun kostenlos zugänglich

In Schottland wurde ein Gesetzt verabschiedet, was staatliche Institutionen verpflichtet in ihren Toilettenräumen Menstruationsartikel kostenlos zur Verfügung zu stellen. In den nächsten Monaten wird das Gesetz in ganz Schottland umgesetzt.

Polen: „Es ist Krieg!“ – Kämpfe um sexuelle Selbstbestimmung gehen weiter

Seit dem 22. Oktober gibt es keinen Tag Ruhe in der polnischen Hauptstadt. Präsident Duda musste die Verabschiedung des Gesetzes deswegen vertagen. Damit geben die Hunderttausenden, die sich an den Protesten beteiligt haben, sich nicht zufrieden.

Polen: 430.000 auf der Straße gegen die „Hölle der Frauen“

Seitdem das Verfassungsgericht die Abtreibungsrechte von Schwangeren massiv einschränkte, gab es in Warschau keinen ruhigen Tag. Am Freitag nahmen mindestens 150.000 an den großen Demonstrationen in der Hauptstadt teil, in zahlreichen kleineren Städten gab es Proteste. Auch international solidarisieren sich Menschen mit dem Kampf für körperliche Selbstbestimmung in Polen und haben erste Erfolge.

IS-Anhänger greift schwules Paar an – was wir tun können, statt auf rechte Parolen...

In Dresden hat ein bekannter Anhänger des Islamistischen Staats ein schwules Paar angegriffen, einen der Männer tödlich verletzt. Kevin Kühnert fordert, dass "die politische Linke" ihr Schweigen zum islamistischen Terror bricht. Nicht wenige fallen auf rechte Behauptungen rein. Kommentar von Olga Wolf

Heftige Proteste gegen faktisches Abtreibungsverbot in Polen

Eine neue Gesetzgebung zwingt Schwangere nun, Schwangerschaften auch dann fortzusetzen, wenn es keine Überlebenschance für das Kind gibt. Allein Vergewaltigung, Inzest oder Lebensgefahr können als Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch geltend gemacht werden - ein faktisch absolutes Verbot.

Frauenhilfetelefon: „Rettungsanker“ bei häuslicher Gewalt im Streik

Die Beraterinnen der Hotlines "Gewalt gegen Frauen" und "Schwangere in Not" haben einen Tag lang gestreikt. Während der Pandemie haben die Kontakte um 20 Prozent zugenommen - trotzdem erhalten die Frauen das geringste Gehalt im ganzen Referat.

Merz wird zu Homosexualität befragt und spricht über Pädophilie

Friedrich Merz gibt als möglicher künftiger Parteichef der CDU der Bild-Zeitung ein Interview. Zahlreiche Äußerungen zu rechten Positionen in der Sozialpolitik gehen fast unter, als seine Meinung zu einem homosexuellen Kanzler erfragt wird. Er zieht einen unausgesprochenen Vergleich zu Pädophilie.

Vergewaltigung als Kriegsmethode in Kurdistan – Frauen leisten Widerstand

In der Türkei und Nordkurdistan gehen Frauen gegen die "staatlich geförderte Vergewaltigungskultur" vor. Die jüngste Welle der Proteste hat der tragische Fall von Ipek Er ausgelöst. Als ihr Entführer und Vergewaltiger, der türkische Unteroffizier Musa Orhan, nach nicht einmal 24 Stunden wieder auf freiem Fuß war, nahm sie sich das Leben.

Ein Drittel der LGBTI+ ArbeiterInnen outet sich nicht vor den KollegInnen

Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und der Uni Bielefeld dokumentiert Diskriminierung von LGBTI+ ArbeiterInnen im Berufsleben. 40% der Befragten wurden in der Öffentlichkeit diskriminiert.