Atomare Aufrüstung der USA schreitet voran. „Modernisierungsprogramm“ soll neun Milliarden Dollar kosten.

Nach dem viel beachteten Bombenangriff auf Stellungen des „Islamischen Staats“ in Afghanistan haben die USA am gestrigen Freitag einen Testabwurf einer Atombombe durchgeführt. Die National Nuclear Security Administration (NNSA) des Energieministeriums, das für die Atomwaffen zuständig ist, hat einen ersten Flugtest für die B61-12-Atombombe in Nevada durchgeführt. Der Test fand im Rahmen des atomaren Aufrüstungsplans der USA statt.

Die 3,7 m lange, lenkbare Atombombe, die als taktische Waffe gilt und nach Militärangaben unterhalb der Schwelle eines Atomkriegs eingesetzt werden soll, wurde von einem F-16 Kampfbomber abgeworfen. Dabei sei es um die Bewertung der „nicht-nuklearen Funktionen“ der Bombe und die Möglichkeit gegangen, dass das Flugzeug die Bombe abwerfen kann. Vermutlich werden Atombomben dieser Art auch auf den deutschen Luftwaffenstützpunkt in Büchel gebracht, um die alten B-61, welche dort seit Jahrzehnten stationiert sind, zu ersetzen.

Weitere Tests, um die Einsatzfähigkeit der Bombe zu gewährleisten, sollen folgen. Der „realistische Test“ demonstriere „die anhaltende Sorge der Nation für unsere nationale Sicherheit und die unserer Alliierten und Partner“, so der Brigadegeneral Michael Lutton vom NNSA.

Ab 2020 soll die erste Produktion der neuen Atombomben abgeschlossen sein. Die Neu-Produktion und Modernisierung der Atombomben soll die amerikanische Bevölkerung um die neun Milliarden US-Dollar kosten.